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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1927-01-01 · Heft 3-4 · p. Seite 41

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
4 (1927) (Neue Folge)
Issue
Heft 3-4
Date
1927-01-01
Page
Seite 41 (sequence 10)
Language
German
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— 41 - nach die am Leben gelassenen Frauen und Kinder der Ureinwohner die weniger zahlreichen Sieger bedeutend überwogen haben werden. Daraus folgert, daß auch in anthropologischer Beziehung das uns völlig unbekannte anthropologische Verhalten der jüdischen Einwanderer gar nicht maßgebend für eine Zuteilung der späteren Juden zu einer Rasse sein konnte. Selbst bei dieser Beschränkung auf die palästinensischen Juden verhält es sich mit diesen nicht anders wie mit jedem anderen Volke in Asien oder Europa. Von keinem europäischen und keinem westasiatischen Volke ist bekannt, daß es auch nur seiner großen Mehrzahl nach aus Angehörigen einer einheitlichen Rasse bestände, sondern die Mischung in Europa in historischer Zeit allein ist eine derartig große und derartig weit einschneidende gewesen, daß es für viele Gebiete Europas zweifelhaft ist, ob wir vermuten dürfen, daß das uralte europäische Erbgut noch überwiegt oder ob wir Grund haben, anzunehmen, daß die asiatische oder afrikanische Einwanderung das frühere Bild in anthropologischer Beziehung verwischt hat. Ueberblicken wir von einem höheren Standpunkte aus die Verwandschaft von Westasiaten und Europäern, wie sie heute sind und auch bereits vor seit einigen Jahrtausenden gewesen sind, so müssen wir feststellen, daß sie beide zu einem der größeren Menschheitsstämme zu rechnen sind. Für die sogenannte weiße Rasse hat der Verfasser den Namen „ P o i - kiloderme" (oder buntfarbige Rasse) vorgeschlagen. Nicht einmal die Mehrzahl der Europäer ist als weiß zu bezeichnen. Wir finden alle Farbentöne vom dunklen Bronzebraun bis zum Hellrosa bei gesunden europäischen Individuen vertreten, wo diese sich der Sonne und dem Lichte aussetzen. Bei dauernd unbekleidet gehenden Europäern finden wir in den Berliner Freibädern Indivi-! duen mit weit dunklerer Haut als sie der Mehrzahl der Ostasiaten — Chinesen und j Japanern — zukommt. Der Unterschied dieser Individuen gegenüber den wirklich farbigen Rassen besteht aber darin, daß die Kinder solcher Individuen ebenso hell geboren werden wie die Kinder derjenigen Europäer, welche sich nicht durch die Sonne derartig haben färben lassen, während umgekehrt ein Hindu, der sich sein ganzes Leben lang durch dauernden Aufenthalt in geschlossenen Räumen vor der Sonne geschützt hat, mit einer reinrassigen Hindufrau nur Kinder zeugen kann, welche ebenso dunkelbraun sind wie seine Rassengenossen, die diesen Schutz vor den Sonnenstrahlen nicht erlebt haben. Wenn die jüdische westasiatische Mischung so rassenfremd dem Europäer wäre, wie es von manchen Rassenforschern behauptet wird, dann müßten wir also 2 Zweige der Rasse unterscheiden, welche angeblich nichts miteinander zu tun hätten. Wir finden bei Neugeborenen von Familien jüdischen Glaubens, wo seit Jahrhunderten nur Heiraten : zwischen Juden stattgefunden haben, eine i Helligkeit der Neugeborenen, welche sich nicht unterscheidet von der durchschnittlichen Hautfarbe der anderen europäischen Neugeborenen. An der Hautfarbe ist von asiatischer Herkunft nichts zu entdecken. Da nun heutzutage die Wissenschaft annimmt, daß erbliche Eigenschaften, wie die Haut-! färbe, nicht durch äußere Umstände veri änderlich sind, so müssen wir also feststellen, i daß die W e s t a s i a t e n erblich eine h e 1 - ' le Hautfarbe besitzen, welche mit der I der übrigen europäischen Völker identisch | zu sein scheint, da wir unter Europäern nicht nur die Angehörigen der sogenannten nordischen Rassen verstehen, sondern die Südosteuropäer ebenfalls als Europäer bezeichnen. Neugeborene Europäer weisen | in überaus zahlreichen Fällen ein weit

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