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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1926-01-01 · Heft 4-6 · p. Seite 70

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1926) (Neue Folge)
Issue
Heft 4-6
Date
1926-01-01
Page
Seite 70 (sequence 31)
Language
German
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- 70 - Bei den Juden stieg die Illegitimitätsziffer von 1910 bis 1913 von 4,46 % auf 5,84 %. Die Ziffern für 1920 und 1921 blieben dann sogar noch ein wenig unter denen von 1912 und 1913, und es schlössen sich die für 1922 und 1923 an die der Vorkriegszeit an. b.) Eheschließungen!. Die Heiratszahlen der Jahre 1919-1923 verhielten sich zu der durchschnittlichen Heiratszahl der Jahre 1910—1913 (freilich jener für das damalige größere Staatsgebiet) in den Jahren 1919 1920 1921 1922 1923 wie 100 zu 164 170 144 132 113 Evangelische Personen heirateten, entsprechend auf 1910-1913 bezogen wie 100 zu 167 175 146 137 117 katholische wie 100 zu 158 158 137 119 102 jüdische wie 100 zu 174 197 161 144 142 Auffallend sind die Ziffern bei den Juden, die wie der Verfasser des Aufsatzes in der „Zeitschrift des Preußischen Statistischen Landesamts" meint, auf die Einwanderung zurückzuführen seien. Leider können wir hierüber nichts Genaues sagen, da weder die Anzahl der preußischen Juden bekannt ist, noch irgendwelche genaue Angaben über die Zahl der eingewanderten Israeliten vorliegen. Ueber die jüdischen Mischehen imVerhältnis zu sämtlichen Ehen der gleichen Konfession gibt uns folgende Tabelle Aufschluß Jahre Eheschi. Personen darunter e ehe schl absolut ne Mischießende relativ Eheschi. Personen männliche darunter ei ehe schl absolut ne Mischießende relativ Eheschi. Personen weibliche darunter e ehe schl absolut ne Mischießende relativ Mittel 1910-1913 1919 1920 1921 1922 1923 5923 10286 11689 9548 8534 8412 815 1472 1645 1450 1520 1508 13,76 14,31 14,07 15,19 17,81 17,93 3025 5239 6004 4908 4461 4432 471 832 982 859 954 980 15,57 15,88 16,36 17,50 21,39 22,11 2898 5047 5685 4640 4073 3980 344 640 663 591 566 528 11,87 12.68 11,66 12,74 13,90 13,27 Daß jüdische Männer im höheren Grade Christinnen heiraten als umgekehrt, geht auch aus obenstehender Aufstellung hervor. c.) Sterbefälle: Die Aufstellung über das Religionsbekenntnis des Gestorbenen zeigt folgendes Bild: Religionsbekenntnis der Gestorbenen Jahre Evangelisch Röm.-Katholisch Anders christlich Jüdisch sonstig unbestod. nicht angegeb. zusammen Im Mittel a) Grundzahlen 1910-1913 388794 250292 2078 5770 965 647899 1919 384086 230104 2202 6128 1637 624157 1920 366911 203727 1947 5921 2703 581209 1921 323078 191516 1793 5449 8034 529870 1922 348897 174504 2131 5942 7952 539426 1923 338464 168783 1977 5717 7885 522826 b) Verhältnisziffern Im Mittel 1910-1913 60,01' 61,54 38,63 0,32 0,89 0,15 100 1919 36,87 0,35 0,98 0,26 100 1920 63,13 35,05 0,33 1,02 0,47 100 1921 60,97 36,14 0,34 1,03 1,52 100 1922 64,68 32,35 0,40 1,10 1,47 100 1923 64,74 32,28 0,38 1,09 1,51 100 Für die Redaktion verantwortlich: Herbert Philippsthal, Beriin-Cbarlottenburg. — Verlag von Max Sch ildberger4 Inhaber Artbur Schlesinger, Berlin W 62, Schillstraße 3. — Druck von £. Grüner, Bernau bei Berlin.

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