Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 3 (1926) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 4-6
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 69 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2650397-2650406-2650408--5373-2650835- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 69 - DrPllftpn I Geburten, Eheschließungen \ hielten sich zu der durchschnittlichen Geburtenzahl yiCUUCH. j „nd SterbefäUe in der ersten! der Jahre 1910 -1913 Nachkriegszeit in Preußen. | 1910 -1913 1920 1921 1922 1923 a) Geburten. . 100 82 82 73 67 Der Geburtenrückgang der preußischen Gesamtbe- Soweit die Eltern der Kinder beide dem evangevölkerung läßt sich absolut seit dem Jahre 1909, der lischen Bekenntnis angehörten, ergab sich folgende preußischen Israeliten seit 1878 feststellen. Vor Kriegsj Reihe : beginn entfielen auf 1000 der mittleren Bevölkerung! 100 87 85 78 72 in dem Zeitraum von 1910 1913 29,2, auf 1000 des | wenn beide katholisch waren jüdischen Bevölkerungsteiles 15,2 Geburten. Die sehr J 100 67 70 60 56 geringe Geburtenquote der Juden hat in den ersten | und falls beide jüdisch waren Jahren der Nachkriegszeit eine Erhöhung erfahren,! 100 100 108 98 101 die auf stark vermehrter Eheschließungsziffer beruht , bei Mischehen, bei denen ein Teil evangelisch war und bereits wieder in schnell fallender Richtung sich . 100 97 90 82 73 bewegt. Wenn d-jr Verfasser des Beitrags in der j bei solchen, bei denen ein Teil katholisch war, .Zeitschrift des Preußischen Statistischen Landesamts" j 100 95 88 80 71 (3. und 4. Abteilung, Berlin 1926, Seite 327 ffg ), und bei solchen, bei denen ein Teil jüdisch war dessen Ausführungen wir folgen, darlegt, daß die; 100 114 113 108 99 Verhältnis mäßiggrößereGeburtenzahl j Der Anteil der Kinder ausMischehen, der Israeliten als der übrigen Bevölkerung, wie j die Kinder hervorgebracht haben, an der Gesamtzahl folgende Tabelle zeigt, darauf beruht, daß die Abj der Kinder aus solchen Ehen, bei denen mindestens nähme bei der schon geringen Kinderzahl weniger j ein Teil dem einen Bekenntnis angehörte, hat sich notwendig war, dürfte er das Richtige getroffen haben, bei den Juden gegen die Vergleichsvorkriegszeit nur Die Geburtenzahlen der Jahre 1920 bis 1923 ver- \ wenig geändert. Das Religionsbekenntnis der Eltern der ehelich geborenen Kinder. l) Kinder aus Ehen bei denen Kinder aus Mischehen Jahre mindestens ein Teil der Eltern jüdisch war beide Teile jüdisch waren nur ein Teil jüdisch abs. % abs. % In Mittel 1910 -1923 1920 1921 1922 1923 6627 6719 7199 6592 6650 5828 5811 6295 5728 5858 87,94 86,49 87,44 86,89 88,08 799 908 904 864 792 12,06 13,51 12,56 13,11 11,91 Hingegen war der Anteil der unehelichen Geburten, auch bei den Evangelischen und Kathollken, höher als 1910—1913. Die unehelich geborenen Kinder nach dem Religionsbekenntnis. l) Von evang. Müttern geboren Von kath. Müttern geboren Von jüd. Müttern geboren Jahre davon davon davon überhaupt unehelich % überhaupt unehelich % überhaupt! unehelich % Im Mittel 1910-1913 688481 67 677 9,83 527 378 31851 6,04 6 545 344 5,26 1920 613364 70 297 11,46 377 039 37 812 10,03 6601 372 5,64 1921 596791 64298 10,77 385 647 33 672 8,73 7084 402 5,67 1922 546339 59045 10,81 329 736 . 28028 8,50 6 504 407 6,26 1923 497 981 51051 10,25 305505 24012 7,86 6630 418 6,30 *) Jeweiliges Staatsgebiet, 1920—1923 auch ohne Saargebiet.