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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1926-01-01 · Heft 4-6 · p. Seite 64

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1926) (Neue Folge)
Issue
Heft 4-6
Date
1926-01-01
Page
Seite 64 (sequence 25)
Language
German
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- 64 — In den Sommermonaten stieg die Zahl der Todesfälle um das 3—4 fache gegenüber den Monaten Adar und Nissan. Die folgende Tabelle zeigt den Prozentsatz der Todesfälle in den verschiedenen Gruppen der Bevölkerung. Tabelle IX. Todesfälle in den verschiedenen Gruppen: Zahl der Einwohner TelAwiws überhaupt Todesfälle In % Aschkenasim. 29242 195 0,75 Sephardim . . 3013 40 1,3 Jemeniten . . 1886 63 3,5 Aus der Tabelle geht hervor, daß der Prozentsatz der Todesfälle bei den Sephardim doppelt so groß ist wie bei den Aschkenasien und bei den in ihrer Lebensweise den Arabern näherstehenden Jemeniten fast 5 mal so hoch! Die Gründe liegen in der Lebensweise, der geringen Kulturhöhc, der ungenügenden Einkommen- und Vermögens Verhältnisse sowie der schwachen Körperkonstitution der jemenitischen Juden. Fast dasselbe Bild ergibt sich, wenn wir die Säuglingssterblichkeit in den verschiedenen Gruppen getrennt betrachten. Tabelle X. Die Säuglingssterblichkeit in den verschiedenen Gruppen: Geburten in Tel Awiw Säuglingssterbin Tel Awiw In% Aschkenasim . . Sephardim . . . Jemeniten . . . 686 93 86 ,38 11 31 5,5 - 12,0 36,0 Summa: 865 *) 70 7,4-8,0 *) Anmerkung: In Betracht gezogen wurden nur die Geburtenziffern der sicher in Tel Awiw Wohnhaften; in Wirklichkeit war die Zahl der Geburten in Tel Awiw ungefähr um 100 größer; der Prozentsatz der Säuglingssterblichkeit im Vergleich zur Geburtenziffer betrug im Ganzen also zwischen 7,4 und 8,0 %. Von 1000 Geburten starben also etwa 75—80. Nach der freilich nicht zuverlässigen Regierungsstatistik starben in ganz Palästina im Jahre 1924 bei den Juden 105,71 Säuglinge und bei den Arabern 193,68 auf je 1000 Geburten. Danach ist die Zahl der Todesfälle in der zivilisatorisch hochstehenden Stadt Tel Awiw bedeutend geringer als im Durchschnitt der jüdischen Bevölkerung. Die Tabelle zeigt aber auch, daß die Säuglingssterblichkeit bei den Jemeniten Tel Awiws mehr als 7 mal so hoch ist wie bei den Aschkenasien und 3 mal so hoch wie bei den Sephardim! Und da, im Gegensatz zu den Arabern, die Geburtenziffer nicht größer ist als bei den Aschkenasien, springt aus den Zahlen die kulturelle und soziale Situation den Jemeniten besonders ins Auge« Allerdings ist die außergewöhnlich hohe Zahl der Todgeburten bei den Aschkenasien im Vergleich zu den übrigen Gruppen in Betracht zu ziehen, wodurch sich das Verhältnis verschiebt. Aber auch dann bleibt die Kleinkindersterblichkeit bei den Jemeniten mehr als 3 mal so hoch. Die folgende Tabelle zeigt die Zahlen der Lebendgeburten, der Todesfälle nnd der natürlichen Vermehrung der Juden in verschie- Tabelle XI. Auf 1000 Juden kommen: Stadt oder Land Lebendgeburten Todesfälle Geburtenüberschuß Jaffa—Tel Awiw 1924 33,4 9,9 23,5 Tel Awiw 1925 . . . 34,3 11,1 23,2 Berlin 1911-1914 . 13.6 13,5 0,1 Frankfurt 1910.... 14,2 13,8 0,4 Amsterdam 1808 . . 20,74 10,41 10,33 Wien 1911...... 14,86 14,99 -0,13 Galizien 1907 .... 35,55 16,60 15,94 Lemberg 1911 .... 29,3 16,0 13,3 Warschau 1901.... 30,85 18,22 12,63 Polen 1908. ..... 27,9 14,8 13,1 Rumänien 1910 . . . 29,33 16.85 12,48 21,9 17,9 4,0 17,3 41,8 —24,5

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