Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 3 (1926) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 1-3
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Herausgegeben VOm Bureau iür Statistik der Jaden. Berlin €2. Rosenslr. 2-4. Sdirlltleltuiig: Dr. Jacob Segall, Berlin. 2. naibjaiir 1926. nett Nr. 13. INHALT : Die nioht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden. I. Abhandlungen: Prof. Dr. Toby Cohn, Berlin: Nervenkrankheiten der Juden. — Prof. Hans Friedenthal, Letter der Arbeitsstätte für Menschheitskunde an der Universität Berlin: Zur Anthropologie der Juden. (Schluß). — Vom Kolonisationswerk der Ica. II. Statistfaohes Archiv: Die Anzahl der Juden nach der letzten Volkszählung in Ungarn. — Zahl und Verteilung der Juden in Sfidslawien. — Das Schulwesen in Wien zu Beginn des Schuljahres 1925/1926. — Verteilung und Bewegung der jüdischen Bevölkerung in Bulgarien. III. Literatur: Statistisches Jahrbuch für die Freie und Hansestadt Hamburg. — Zur Frage der Vitalität und Morbidität der jadischen Bevölkerung. Naohdruok der Abhandlung Ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. 3. Jahrg. (Nene folge) Nenenhraidfheilen bei Jaden. Von Prof. Dr. Tobv Cohn, Berlin. Wir bringen im folgenden einen Aufsatz des bekannten Berliner Arztes Toby Cohn über „Nervenkrankheiten bei Juden", dem wir in einem der nächsten Hefte dieser Zeitschrift eine Arbeit über „Geisteskrankheiten bei Juden" aus der Feder des Münchener Artes Dr. med. M. J. Gutmann folgen lassen werden. Wir hoffen, daß diese Aufsätze, die aus der Praxis geschöpft sind und auf jahrzehntelange Erfahrung sich stützen, dazu beitragen werden, manche falsche Anschauung, die über die Krankheiten bei den Juden im Umlaufe sind, zu beseitigen. Die Redaktion. Unter Nervenkrankheiten sollen hier nur folgende behandelt werden: 1. die organischen Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und der peripherischen Nerven; 2. die sog. Psychoneurosen: Hysterie, Neurasthenie, die Tics, Zwangs- und Angstneurosen, Beschäftigungsneurosen und Organneurosen; 3. die sog. Heredodegenerationen und Myopathien (Erklärung weiter unten); 4. einige für die nervenärztliche Praxis besonders wichtige Störungen der Drüsen mit innerer Absonderung, vor allem die Basedowsche Krankheit; 5. das intermittierende Hinken. — Die eigentlichen Geisteskrankheiten einschließlich der sog. Gehirnerweichung (progressiven Paralyse) und der Epilepsie werden von anderer Seite Besprechung finden. Wenn man von „Juden" und im speziellen von Krankheiten der „Juden" spricht, muß man mindestens streng auseinanderhalten, ob man damit die jüdische Allgemeinheit meint — gleichgültig, ob man darunter eine reine oder eine Mischrasse oder eine „Nation"