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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1926-01-01 · Heft 1-3 · p. Seite 40

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1926) (Neue Folge)
Issue
Heft 1-3
Date
1926-01-01
Page
Seite 40 (sequence 42)
Language
German
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- 4o Konfession der Jugendlichen: evangelisch............. 293 katholisch.............. 19 jüdisch............... 2 sonstige Religion ........... 10 Zusammen . . . 322 Stammeskunde der Jaden. Von Dr. S. Feist. J. C. Hirsch'sche Buchhandlung. Leipzig 1925. Verfasser gibt eine zusammenfassende Darstellung des gesamten Wissens von den jüdischen Stämmen auf anthropologisch-historischer Grundlage. Der umfangreiche Stoff wird in 188 Seiten übersichtlich gemeistert und durch zahlreiche Illustrationen besonders interessant gestaltet. Um Klarheit darüber zu schaffen, worin der Typus der Juden in alter Zeit mit dem unserer Epoche übereinstimmt, wird zunächst das Judentum zur Zeit seiner Selbständigkeit betrachtet und dann bis heute in allen Ländern historisch verfolgt. Die an sich schon schwierige anthropologische Untersuchung wird dadurch erheblich kompliziert, daß das Judentum in das europäische Rassengemisch hineingerät und allenthalben Völkersplitter aufnimmt,. Die Diaspora beginnt mit der babylonischen Gefangenschaft, und überall, wo Juden leben — in Vorderasien, Ost, — Westeuropa, Deutschland, bei den Franken, — werden Andersgläubige Bekenner des üdischen Glaubens. Der Verfasser zeichnet im weiteren Verlauf seiner Schilderung die wechselvolle Geschichte der Juden in Palästina unter römischer, byzantinischer, persischer, arabischer, mongolischer Herrschaft, wobei fast nichts von der alten palästinenschen Bevölkerung übrig bleibt. Während nun die manigfaltigen Gruppen der asiatischen Juden keinen einheitlichen Typus darstellen und sich vermischt haben, so haben sich die jemenitischen noch rein erhalten. Im Gegensatz dazu unterscheiden sich die Falaschas in Abessinien garnicht von den Landesbewohnern; es ist überhaupt nach Feist fraglich, ob ein verwandtschaftlicher Zusammenhang zwischen ihnen und den übrigen Israeliten besteht. Am Mitttelmeer haben sich die Juden vermutlich schon zur Zeit der Phönizier niedergelassen. Bei den Römern genossen sie Bürgerrecht. Es wird dann weiterhin die Blütezeit in Spanien geschildert, die Judenverfolgungen, das Scheinchristentum der Marrannen, ihre Verbannung, ihre Auswanderung, vornehmlich nach der Türkei und Holland, aber auch noch Italien, Frankreich, England, Deutschland und den andern Ländern. Wir vernehmen ausführlich von 40 2166- 318 4108 722 6 567 1 080 7 647 1 131 25 251 48 409 64 483 - 15 5 46 3 63 8 71 1 53 4 75 11 138 16 154 42 2 365 352 4 490 784 7177 1 178 8355 H. Ph. den Kämpfen zwischen Sephardin und Aschkenasim den Spaniolen, von ihrem kulturellem Übergewicht und Einfluß auf die Umwelt. Noch heute gibt es beispielsweise eine sephardische Kolonie in Paris. Die askenasischen Juden sind jedoch die Hauptvertreter der jüdischen Rasse auf Erden. Ihre Assimilation mit den einzelnen Völkern ist innerlich und äußerlich so stark, daß eine Reinerhaltung der jüdischen Rasse von fremder Blutmischung wohl kaum anzunehmen ist. Der Verfasser tst der Ansicht, daß wohl noch teilweise unter den heutigen Juden die alten Elemente erkennbar sind, daneben ist aber der jüdische Typus vielfach durch Assimilation verschwunden. Im übrigen kann man den Versuch, die jüdische Rasse naturwissenschaftlich zu erfassen, wohl als aussichtslos ansehen; bisher ist eine Möglickeit zur Lösung dieser schwierigsten aller antropologischen Probleme nicht gegeben. Das Buch wirkt durch die Fülle des gebotenen Stoffes lehrreich und unterhaltend. Es sollte in allen jüdischen Häusern und Lehranstalten zu finden sein, um der heranwachsenden Generation wieder Wesen und Wert des Judentums stärker zum Bewußtsein zu bringen und damit die Erziehung zum Judentum zu fördern. Dr. Erwin Philippsthal. Die Besprechung folgender Einsendungen behalten wir uns vor: Statistisches Handbach der tschechoslowakischen Republik II. Zusammengestellt vom Statischen Staatsamte. Prag 1925. Volkszählung in der tschechoslowakischen Republik vom 15. Februar 1921, II. Teil (Beruf der Bevölkerung), Prag 1925. Zeitschrift des Preußischen Statistischen Landesamts, 65. Jahrgang 1925. 2. Abteiig. 1926. Gemeindeverzeichnis für den Volksstaat Hessen nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und 1. Dezember 1910. Darmstadt 1926. De Resultaten der VolksenBeroepstelling-, Amsterdam 1926. J. M. Meulenhoff. Statistisches Jahrbuch der Haupt- und Residenzstadt Budapest. 13. Jahrgang 1921 —1924, Budapest 1925. Für die Redaktion verantwortlich: Herbert Philippsthal, Btrlin-Charloltenburg. — Verlag von Max Schildberger, Inhaber Arthur Schlesinger, Berlin W 62, Schillstraße 3. — Druck von E. Grüner. Bernau bei Berlin.

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