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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1926-01-01 · Heft 1-3 · p. Seite 38

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1926) (Neue Folge)
Issue
Heft 1-3
Date
1926-01-01
Page
Seite 38 (sequence 40)
Language
German
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- 38 - Bevölkerung. Besonders die Offenbacher Ziffer läßt erkennen, daß hier besondere Verhältnisse vorhanden sein müssen. Dort hat die jüdische Bevölkerung von den 2361 Seelen des Jahres 1910 934 durch Mehrabals Zuwanderung verloren. Tschechoslowakei. a) Juden auf Hochschulen nach dem Stande vom 31. Dezember 1921. Unter 27918 Hörern, die am 31. 12. 1921 dieUniversitäten besuchten, rechneten sich zur jüdischen Nationalität im ganzen 920 Personen oder 3,3%. Die Zahl Studierender jüdischer Konfession ist in der Statistik nicht angegeben, dürfte aber, entsprechend dem Volkszählungsergebnis, doppelt so groß sein. Die meisten Israeliten besuchten die deutschen technischen Hochschulen Brünn und Prag (508 und 254 unter 2161 und 2158 Hörern: 23°/0 und 11<V0.) Im weiten Abstände folgten die tschechischen technischen Hochschulen Brünn und Prag mit 56 und 14 Hörern jüdischer Nationalität (4,2 und 0,2%), während die deutsche Universität Prag unter 3523 Hörern nur 23 Israeliten verzeichnete. b) Juden auf sonstigen Schulen. In allen Ländern, in denen Juden beheimatet sind, tritt das Bestreben hervor, die besten Schulen aufzuzusuchen. So auch in der Tschechoslowakei, wie aus folgender Tabelle zu ersehen ist: Anzahl d. Schüler Israe- In im ganzen liten Proz. 103498 8 749 8,4 46 642 956 2,0 29 474 1 961 6,6 9 600 89 0,9 1 Mittelschulen 2. Gewerbeschulen 3. Handelsschulen 4. Landw. Schulen 5. Gewerbliche Fortbildungsschulen 139 455 6. Bürgerschulen 273 977 7. Volks- und Wiederholungsschulen 1912 343 1306 7137 0,9 2,6 33 767 1,7 Ungarn. Die judische Bevölkerung der Stadt Budapest. Budapest gehört zu den größten jüdischen Städten der Welt. Im Jahre 1920 zählte man 215 512 Israeliten (23,2%)- Inre schnelle Zunhme zeigt folgende Aufstellung : «**.. wdM. Zu, 1890 54017 48 360 102 377 21,0 1900 86 658 79 540 166198 23,6 1906 96 564 89 483 186047 23,5 1910 105022 98 665 203 687 22,1 1920 105 274 110238 215512 23,2 Dieses Wachstum der jüdischen Bevölkerung resultiert aus der Wanderungsbewegung, da auch in Ungarn die Israeliten nach der Großstadt drängen. Im Israe- T 0/ Gesamt- In o/ Znwan- Tn 0/ Jahre liten /o Zuwachs 111 /o derung m 10 1873 48306 16,3 1880 71940 19,4 23634 48,9 18222 37,7 1890 104290 20,6 32350 45,0 22632 31,5 1900 168985 23,0 64695 62,0 45141 43,3 1910 203687 23,1 34702 20,5 17840 10,5 1920 215512 23,2 11825 5,8 13784* 6,8 1874-1920 167206 117619 Daß die Israeliten der Stadt Budapest aus eigener Kraft sich nicht mehr erhalten können, beweist schlagend die jüdische Bevölkerungsbilanz, die seit Jahren passiv ist. Die Geburten aus Mischehen und die unehelichen Geburten sind nicht berücksichtigt worden: Im Jahre Geburten Todesfälle Bilanz 1921 2 968 3 088 — 120 1922 2612 3176 — 564 1923 2 450 2 814 — 364 1924 2 572 3 056 — 484 *) natürliches Wachstum - 1959. Amerika. a) Die judische Einwanderung nach der Union im Fiskaljahr 1924/1925. Die jüdische Einwanderung im Fiskaljahr 1924 bis 1925 belief sich auf 10292 Personen, 4767 Männer und 5525 Frauen. Abgereist sind 291 Juden, zurückgewiesen wurden 1137, deportiert 250. Von den 10292 jüdischen Einwanderern kamen aus Europa 7467 und zwar u. a. aus Polen 2788, aus Rußland 1593, aus Rumänien 619. In der ersten Hälfte des neuen Fiskaljahres (1. Juli bis 31. Dezember 1925) betrug die Zahl der Einwanderer 144148, die der Abgereisten 46592. Juden wanderten in diesem Zeitraum 5380 ein, abgereist sind 223. Die Zahl der Quoten einwanderer vom 1. Juli bis 31. Dezember 1925 belief sich auf 77686. Die festgesetzte Jahresquote umfaßt wiederum 164667 Personen. — b) Die jüdische Einwanderung nach Kanada im Fiskaljahr 1924/1925. Im kanadischen Fiskaljahr (1. Mai 1924 bis 30. April 1925) wanderten, wie dem Bericht der Jewish Immigrant Aid Society of Canada zu entnehmen ist, über Häfen nach Canada 4493 Personen ein, und zwar

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