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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1926-01-01 · Heft 1-3 · p. Seite 22

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1926) (Neue Folge)
Issue
Heft 1-3
Date
1926-01-01
Page
Seite 22 (sequence 24)
Language
German
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— 22 - keine Brückenbauer, nicht einmal Zimmerer und Maurer. Und so kann festgestellt werden, daß auch diese Enquete die alte Erfahrung bestätigt, daß die jüdische Arbeit in erster Linie in den Endstadien der Produktion sich betätigt, also in der Herstellung von Gegenständen, die dem unmittelbaren Konsum oder Gebrauch dienen. Ihre Rolle wird umso geringer, je mehr wir uns der Produktion von Produktionsmitteln nähern, in der Urproduktion ist sie ganz bedeutungslos. Sfaflsfih üer franhiurter Juden bis zum Jahre 1660. Ein Versuch historischer Bevölfterungsstaflstlh. (Fortsetzung) Von Dr. Josef Unna. IL Berufsgliederung. Wie schon früher erwähnt wurde, hat Bücher1) für die allgemeine Bevölkerung Frankfurts im Jahre 1440 ziemlich genaue Angaben der Zahl und Bedeutung der vorkommenden Berufe auf Grund der Steuerlisten gemacht. Die Berufe der Juden sind aber in dieser Berufsliste nicht aufgenommen Bis zu Ende des 17. Jahrhunderts, wo wir die Zahl und Häufigkeit der Berufe aus den Visitationslisten kennen, haben wir keine genauen Angaben über die Berufe. Wir können sie nur aus einzelnen Akten, unter denen die Gerichtsakten eine hervorragende Stelle einnehmen, ersehen. Auch im übrigen sind zur Ermittlung der Berufstätigkeit der Juden nur die Berufsliste aus dem Jahre 1700, die Populationslisten de'r israelitischen Gemeinde, mehrere Angaben über die Anzahl der Handeltreibenden aus den Jahren 1825 und 1835 und die Eintragungen in das israelitische Bürgerbuch vom Jahre 18242) vorhanden. Diese Quellen lassen allein eine vollständige Berufsgliederung der jüdischen Bevölkerung Frankfurts ermitteln. Für die Jahre 1694 0 II. S. 216 ff. 2) Daß dieses Buch aus dem Jahre 1824 stammt, ergibt sich aus dem Fascikel A. 169 Nr. 26 der Senatsakten des Stadtarchivs. Das Bürgerbuch ist verzeichnet unter »Rechneiregistratur nach 1816": 47/13. und 1703 zählt Bothe1) 168 verschiedene Berufsbezeichnungen. Er faßt sie in mehrere Berufsgruppen zusammen.2) Aehnliche bis ins einzelne gehende Angaben finden sich in den anderen Quellen3). Die Gewerbelisten des Jahres 1835 sollen an dieser Stelle nur insoweit Berücksichtigung finden, als sie alle Berufsarten umfassen. Diejenigen aber, die ausschließlich die Handlungen bezw. Händler nennen, werden später gesondert zu betrachten sein. Berufsangaben in den einzelnen Jahren. Beruf 1694 1700 1703 1824 1. Handel A. Selbständige Kaufleute a) ohne Angabe des Geschäftszweiges b) Kurze Waren . c) Textilwaren d) Kleiderhandel. e) Pelzwaren . . f) Geldgeschäfte . 40 15 26 46 10 4 7 13 76 75 74 192 21 26 29 24 2 2 2 4 40 33 62 149 1) Beiträge, S. 163 ff. (Beilage Nr. 19a). 2) Diese Einteilung stammt offenbar aus dem Original. Die Obertitel stimmen, wie Bothe selbst bemerkt, nicht immer mit dem Inhalt überein. 3) Bei den Populationslisten sind nur in den Jahren 1806-07 und 1808 die Berufe angegeben. Es erübrigt sich wohl, aus beiden Jahren die Zahlen anzugeben. Sie sind sehr unvollkommen, da diese Bücher nur die Gemeindemitglieder enthalten. Außerdem ist bei sehr vielen Personen keine Angabe gemacht

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