Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 2 (1925) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 2
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 29 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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- Tunis 1× ep/1048155
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- 29 - Ort Zeit | luden!! Nichtiuden # Tunis . . 1895—1900 7,5 51,3 Europ. 113,0 Moham. Tunis; . 1909—1912 9.1 20.7 Franzos. 15,5 Italiener 69,1 Moham. Berlin . . 1905 9,81 21,66 Hessen. . 1906-1910 8,2 Männer 9,0 Frauen 22,0 22,9 New York 1885-1890 9,8 «•"i r\ y ä < zuf3 Amernc. 322 England. 32.8 Deutsche 49.9 Böhmen 64,4 Iren New York 1906 13,53 23,94 London . 1900 12,3 17,9 London . 1906 13,3 Wien . . 1901-1903 Lungen. 13,1 38,8 Kathoi. 24,6 Protest Tbc. über¬ 49.6 Katho!. haupt 17,9 32',8 Protest. Warschau. 1900-1902 14,8 27,6 ungefähr Petersburg 1905—1Q09 18,9 38,1 1910—1914 14;/ 34,3 Tö ««.*» ««. JuuuapcsL . 1 nni mns; -4 ~j •in n AA 1 WafVinl .£-< V/ \.f " A X , B *. X ** * * * ■c"r *■ * 39,2übr.Konf. Krakau. 1896—1900 20,49 66,41 T tenwy \-xr*.v*v JL-VJUi MVA . mnn 1 7W n ^ufv f-.Qf itr? h r\ UV/V UUCV.U.M / Bukarest . 25,6 38,7 Hiernach erörtert Haltrecht in bezug auf die Tüberkülose-morbidität folgende zwei Fragen: In welchem Maße sind Tuberkuloseerkrankungen bei den Juden verbreitet? .Welche klinischen Formen überwiegen bei den Juden? Als Ursache der eigenartigen Tuberkuloseverhältnisse bei den Juden wird nun von mancher Seite eine sogenannte „pathologische Rassenkonstitution" konstruiert. Buschan geht noch weiter. Er ist nicht nur überzeugt von der spezifischen Krankheitsdisposition und Resistenz der jüdischen Rasse, sondern ist auch imstande, daraus auf die ethnologische Reinheit der jüdischen Rasse zu schließen. Er sagt u. a.: „Es ist neuerdings mehrfach in Abrede gestellt worden, daß die Juden heutigentags nicht mehr das wären, was wir als Rasse oder als einen in sich abgeschlossenen Typus zu bezeichnen pflegen. Ich für meinen Teil habe mich trotz der garüber angeführten Argumente nicht für diese Ansicht überzeugen lassen können. Ich habe stets den Eindruck gewonnen, daß der Jude sowohl physisch als auch psychisch (psychologisch) sich von dem europäischen Arier streng unterscheidet. Die Rassenpathologie bestätigt solche Auffassung. Wir sehendaß Hie iürlkrhe Rassp -----Ö - ~ ~«------*~ * ~ J -~W4.*W -- im Gegensatz zu der arischen dem Einflüsse gewisser pathologischer Vorgänge bald eine erhöhte Disposition, bald einen erhöhten Widerstand entgegenbringt" Daß auch andere Momente, wie die sozialen und sanitären Verhältnisse, einen Einfluß auf die Morbidität und Sterblichkeit haben können, bestreitet Buschan aufs heftigste. Andere Wissenschaftler führen die verhältnismäßig geringe Anzahl jüdischer Tuberkulosekranker auf den Einfluß ihrer Religion zurück; Ein besonders großer Wert wird von vielen Autoren auf die Speisevorschriften rö1örv* und zwar auf die rituelle Fleisch- („Bedika Untersuchungder eschlacht eteo Tieres), was gelegt, beschau f ung'en er \ p in t> *■—~ g'Cii uvö > llQam alc Q^h^fTm aRri5 Um a nr o nr n fite* ilOCtili Cllo' V/WIll.m,tJtHUU41U4iilIV £^ V- £^ Jt *. vs. s vv Tuberkuloseinfektion bewertet wird (S. 455 u. folg.). Hierauf geht Haltrecht eingehend auf die bekannte Theorie Fishbergs ein, die behauptet, daß die Juden während des Lebens im Ghetto einen Ausleseprozeß durchgemacht haben, indem die nicht widerstandsfähigen Elemente der Tuberkulose erlagen und ihre Art nicht fortpflanzen konnten, „Die Elemente, die diese Atmosphäre nicht vertrugen, .... erlagen der Tuberkulose, hatten also nur wenig Gelegenheit, ihre Art fortzupflanzen." Diese von Fishberg erwähnte Hypothese erfreut sich besonderer Verbreitung und gilt heute allgemein als Ursache der geringeren Tuberkuloseausbreitung unter den Juden. Fishbergs Hypothese basiert auf folgenden Prinzipien; daß es 1. vererbbare Konstitutionen gibt, die für die Phthise disponieren, und 2. derartige Typen unter den Juden jetzt seltener sind, als unter anderen Völkern. Zur Untersuchung der Rieht igkeit der Fishberg'schen Hypothese wird in eingehender Ausführlichkeit die Richtigkeit der beiden Prinzipien vom Verfasser nachgeprüft, was wir hier im einzelnen übergehen wollen (Seite 459 ffg.). Haltrechts Schlußergebnis sei wörtlich angeführt: „Als iiauptursache der kleineren kulosemortalität und der Neigung zu benig- ~~ UUCä -