Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 2 (1925) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 2
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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- 23 - ergeben, den Bücherschen Zahlen angereiht. Eine solche Untersuchung für das 19. Jahrhundert anzustellen, ist unmöglich, da nur für 1864 die Zahl der Haushaltungen bekannt ist. Auch sie ist aber ohne Belang für uns, da eine „Haushaltung"' des Mittelalters nicht mit einer solchen des 19. Jahrhunderts identisch ist. — Es entfielen auf eine ansässige Haushaltung (s. o.): ' im Jahre 1431 2,1 Kinder „ „ 1447 3,4 „ Ii jf 1473 2,7 „ im Jahre 1694 2,6 Kinder „ 1703 2.5 .. J? 77 j J" 1709 2$ 39 JJ 1 1 V^ 55 Bücher bemerkt zu seinen Zahlen1): „Dies sind im Vergleich zu den Nürnberger Zahlen *>as*U{- -.t-^^h^.V.^hfz 7:ffPr~ FrpJlirh c-V-8 ™o 1 V,V11L «JUiOVlliiliVJiiv £—lilSZlll. £ i viUvii DIÜC5tf~ nur aus sehr kleinen Grundzahlen gewonnen und bedürfen anderweiter Bestätigung". Es ist mit diesen neuen Ergebnissen aus der Wende des 17. zum 18. Jahrhundert die von Bücher geforderte Bestätigung seiner Zahlen bei einer größeren Bevölkerung erbracht. (Fortsetzung folgt) Ein Überblick über die Bevölkerungsbewegung in Palästina 1923-1925. Von Dr. Wolfgang von Weis!. Die palästinensische Bevölkerungsbewegung setzt sich (wie überall) aus der natürlichen Vermehrung durch Geburtenüberschuß, aus Einwanderung und Auswanderung bzw. deren Differenz zusammen, außerdem aber noch aus einem besonderen Faktor, der in den amtlichen Statistiken nicht ersichtlich ist und der als „Zahl der Dauer» touristen" bezeichnet werden müßte, (Touristen, die mit Touristenvisum ins Land gekommen sind und in der einen oder anderen Form im Lande bleiben, ohne aber die nachträgliche Bewilligung als „Immigranten" zu erhalten.) Merkwürdig an der palästinensischen Bevölkerungsstatistik ist, daß sie scharf nach Konfessionen gesondert werden muß, will man irgendwelche allgemeinen Schlüsse aus den Zahlen ableiten. „Das" Problem Palästinas, durch politische Notwendigkeiten bedingt, ist ja, ob es den Juden möglich sein wird, in absehbarer Zeit eine Majoritätsstellung im Heiligen Lande zu gewinnen oder ob es der natürlichen Vermehrung der Araber \if*h epfn wird H[e Juden daran zu ver- *^n,*-\r*iir% H oom tun** iiivrgAivii oCüi vvü hindern. Es ist UZIAU^U UllUllVil *-» •« t r> y-v» j-» *•« \ T 4- £kitt a U Ö£J C Ui U^-Tk t, v i i i Wettrennen zwischen den beiden Völkern: Geburtenüberschuß gegen immigrationsüber- Ein Wettrennen unter politischem den wenigstens der eine der beiden Partner — di Qf*fsilR? •_»»-.* m ml «._« - Drud IV, so formulieren, als stünde ihnen nur eine knapp bemessene Spanne Zeit zur Verfügung, innerhalb welcher der zahlenmäßige „Sieg" in diesem Wettrennen aus politischen Gründen errungen werden müsse, solle nicht alles gefährdet werden, was bisher erreicht i wurae. Hier soll nicht die Berechtigung dieser Auffassung dieskutiert werden. Hier soll an Hand der letzten Regierungsziffern untersucht werden, wie sich die Bevölkerungszahlen absolut und wie sie sich in ihrem Perzentverhältnis zu den beiden großen Faktoren: Juden und Nichtjuden während der letzten Jahre verändert haben. 1925 war das dritte Jahr nach der (ersten) palästinensischen Volkszählung und das siebente <—-> Jahr seit Abschluß des Waffenstillstandes. Und so wenig genau statistische Zusammenfassungen notwendigerweise sein müssen, die sich auf einen Zeitraum von nur drei- bis siebenjährigen Beobachtungen stützen können, so bieten doch die Ziffern dieser Periode mehr tatsächliches Material als alle Statistiken über Palästina zusammen, die vor 1925 — vor dem Jahr der größten Palästinawanderung der nac h Christ- 1 i c h e n Geschichte — abgefaßt worden sind. * * Iiisfon J uuvu;!/Ur J\ ICi i £*rsr! Ars iirsH V.» IW-lltiV»» C Ui j«