Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 1 (1924) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 5-6 (August 1924)
- Date
- 1924-08-01
- Page
- Seite 125 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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— 125 - so macht diese Zahl 81% der evangelischen Schüler aus. Die Zahl der Schüler in den russischen Schulen beträgt 63,9 % aller orthodoxen Schüler. Die Schüler in den jüdischen und hebräischen Gymnasien bilden nur 7,9 % aller Schüler jüdischen Glaubens. Das Bild ändert sich nicht viel, wenn man in Betracht zieht, daß 20-25% Schüler der russischen und deutschen Mittelschulen jüdische Kinder sind. Bevor wir dazu übergehen, die soziale Schichtung der jüdischen Schüler zu betrachten, dürfte es interessant sein, noch etwas bei den Mittelschulen einzelner Bezirke zu verweilen. Wie aus den Ziffern in Tabelle 3 zu entnehmen ist, schwankt der Anteil der jüdischen Schüler zwischen 0,6% {pommerischer Bezirk) bis 46,4 (Wilnaer Bezirk). Den bedeutendsten Prozentsatz machen die jüdischen Schüler in den Bezirken Polesia, Wilna, Wolynien aus. Dicht sind auch Tabelle 3. Prozentsatz der jüdischen Schüler in den einzelnen Wojewodschaften. Wojewodschaft Gesamtzahl der Schüler davon jüc abs. Üsche 0/ /o Warschau (Stadt) . . . 32 558 9 577 29.4 Warschau ..... i Qd 7 13 501 o r o a r\ 1579 q i 11,7 <\a 9 Lodz (Stadt) '. Zj-'i Zs,~tyi 13 114 6 672 Kl ) Q v^~,^ Kieice....... 17 658 3 190 18,1 Lublin ....... 11 666 2 134 18,3 Bjalostok...... 9414 3 881 41,2 Wilno....... 10 484 3 698 35,3 Nowogröd ..... 3 614 1 444 40,0 Poljessie . . . . . . 3 525 •s i t r* i i 1'^ 31,6 Wolyn ....... 8 115 3 767 46,4 Posen ....... 18 671 196 1,1 Pnmmofn - ^iiiiixvii» . . . . R n?o V> « i-l so KJLJ n a \JjKJ Krakau , . , - 15 KdR 2 284 14 6 Lemberg ...... 22 988 5 523 24,0 Stanislau...... 7 529 2126 28,2 Tarnopol...... 6 227 1833 29,4 6 083 496 8,1 fyan? Pniffers 1 V^M.jiaxrf jl vivit j 221 002 j 59 fU1! 93 K — v-r,v-r die Schulen in Galizien mit Juden besetzt. Im Bezirk Krakau, Lemberg, Stanislau und Tarnopol bestehen die Mittelschulen aus 22,5% jüdischer Schüler. Ueber die soziale Schichtung der Schüler bietet die polnische Statistik sehr wertvolles Material. Wir nehmen zum Vergleich (Tabelle 4) erstens Schulen mit polnischer Unterrichtssprache, in denen 90% Christen sind, zweitens Schulen mit polnischer Unterrichtssprache, wo 90% Juden sind, drittens, jüdische Schulen und viertens hebräische Schulen. Polnische Schulen mit einer jüdischen Mehrheit von 90—100% bestehen zu zwei Drittel aus Handelselementen. 23,2% sind Kinder aus industriellen Kreisen, bloß 3,9% hatten Eltern in freien und Lehrberufen. Ganz anders in den polnischen Schulen mit 90% Christen. Das Handelselement beträgt hier 5 mal weniger als bei den Juden, nämlich 13%, die Industrie macht 22,1% aus. Auf der anderen Seite haben wir mehr als 20% landwirtschaftlicher Elemente. (In erster Gruppe bloß 3,5%). Wir haben hier kaum 12% im Verkehrsgewerbe beschäftigt, 15% in der Armee und Verwaltung und knapp 10% freie Berufe und Lehrer. Dort aber, wo die Christen 90—100% ausmachen, sind Handel und Industrie bedeutend weniger, mit zirka 30% vertreten. In den Schulen mit jüdischer und hebräischer Untert*1/"%!n'foor\ro /-»In o nri c\A c\+>\~i r\l4r><i->U A o c rrl oi/"»!-! c± L)_ i 1 A x ''V.ii uiöL/i ClW-iiL W iV_\i\„i ÜL'i L JL»~ I! *j.CiC5 JiiLil-IIw JLJ111 \~L jr- „ " %Jj wie in den Schulen mit jüdischer Mehrheit. Es macht auch in den jüdischen Mittelschulen das Handelselement 66% aus, in den hebräischen 63,8%, Industrie und Handwerk ist in der ersten mit 20,2%, in der zweiten Gruppe mit 24% vertreten. Eine Reihe interessanter Momente zeigt sich, wenn wir die Hauptgruppen der Berufe in die wichtigsten Zweige auflösen. Tabelle 5 bringt die Daten für die beiden Hauptgruppen, Handel und Industrie,