Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 1 (1924) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 5-6 (August 1924)
- Date
- 1924-08-01
- Page
- Seite 101 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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— 101 *-r Ehen sucht, daß also diejenigen Recht behalten, die in einer mit Kindern gesegneten Ehe bis zu einem gewissen Grad einen fsrhntz p-pfrpn flie Nficnincr 7\\x L^bensflucht ^r^»A^«r— ö ""ö """""" "" ~ ö O ~ «^*W*AV sehen. Sie zeigen weiterhin, daß unverhältnismäßig große Liefergewicht der ledigen Selbstmörder jüdischen Glaubens. Endlich weisen uns die Ziffern der mit Kindern gesegneten Verheirateten und Verwitweten auf die höchst beachtenswerte zahlenmäßige Annäherung der beiden Geschlechter bei den Juden hin. Ein recht bemerkenswertes Ergebnis liefert ferner die Uebersicht über die Zahl der Kinder, die von den Selbstmördern zurückgelassen werden. Sie gibt eine Erklärung für den ganz andersartigen Altersaufbau der Juden infolge ihrer relativen Kinderarmut. Eins und zwei Kinder hatten unter 100 Verheirateten, bezw. verwitweten Selbstmördern: von den Evangelischen 57, den Katholiken 64, den Juden 72, 3 und 4 Kinder: von den Evangelischen 30, den Katholiken 23, den Juden 21. Auch diese Zahlen führen eine beredte Sprache. Sie zeigen die zweifellos gewollte Beschränkung der Kinderzahl in den iüdischen Ehen, die seit einigen Jahr- * - / o zehnten in Erscheinung tritt undjn schroffem Widerspruch steht zu dem Bibelwort: „Seid fruchtbar und mehret euch!" Eine auffallendeUebereinstimmung herrscht in allen Staaten über die Jahreszeit, in der die Lebensüberdrüs'sigen Hand an sich legen, In der schönen Jahreszeit, wo in der Regel ' w die Lebensbedingungen leichter, die Arbeitsmöglichkeiten reicher sind, töten sich überall mehr Menschen als im Winter und im Herbst. Wir beobachten ein ähnliches Verhalten bei gewissen Verbrechen, namentlich bei denen gegen die Sittlichkeit, die ebenfalls ein Ansteigen in den Frühjahrsmonaten aufzuweisen haben. Vielleicht erklärt sich diese Erscheinung aus der gesteigerten Aktivität, die mit dem Wiedererwachen der Natur alle Lebewesen beseelt, die auf der einen Seite die Leidenschaften aufstachelt und das Sichausleben begünstigt, auf der anderen Seite jedoch den mit Hoffnungslosigkeit erfüllten Gemütern den schreienden Kontrast zwischen ihrem eigenen Empfinden und der Lebenslust der Umwelt erst recht fühlbar macht. Die Tabelle 6 zeigt uns die starke Zunahme der Selbstmorde in den Frühjahrsmonaten April, Mai und Juni, hernach das Sinken der Selbstmordkurve, die in der kalten Jahreszeit ihren Tiefstand Tabelle 6. Anzahl der nichtjüdischen Selbstmörder in den Monaten: Y„„«« *J §>«, %4 C~ l * 1--- Uli iar •KU it^ iVläl z Ä ^^51 *-* I 1! i _ "-Jr" Mai Juni T t? Jtlli Ä U*dl _x ISI 7% "D! «_ ue r> kic )H r lov b. 1 JP.Z b. tn LXi „ ZUS. m -T7 w ZUS. t-»i in ttr W ZUS. TVi w ZUS. ill wr ZUS. m wr ZUS. n-i in ,„ V, ZUS. m in |w zus. m in xi r W zus. m u« wr VT zus rn j 11/ ZUS. m \ir TT Tue »MW. 1914 1915 1916 1917 1918 1919 1920 1091 JL l/£sf i 1922 1923 5 3 rs o 4 1 2 7 8 7 4 1 2 1 2 4 3 1 1 6 3 ö 5 3 6 10 9 7 5 6 5 9 3 2 r> £ 7 5 2 7 2 rt o J. 1 2 2 3 5 2 o i-4 8 r\ ö 10 4 4 4 10 10 4 9 13 4 -i X 5 4 4 5 5 7 8 2 2 * J Cd 2 3 5 4 4 3 2 15 6 Q *J 7 7 9 9 9 10 10 9 8 6 2 3 4 5 9 6 6 1 1 R \j> 2 2 2 6 5 1 2 10 9 11 4 5 6 11 14 7 8 15 4 6 5 6 3 8 r-i l 5 9 1 6 1 5 5 2 2 5 3 2 16 10 7 10 11 o 10 12 8 11 8 4 4 3 2 Q u 6 10 6 7 5 4 4 4 2 2 2 6 2 5 13 ö 8 7 4 ST ü 8 16 8 12 8 r-i i 4 n ■ 3 r% Ö 5 O o 6 3 2 r\ Ö 2 3 1 2 5 4 5 5 10 10 6 10 4 n ij 1 n JLU 12 11 8 9 A Ä 1* 4 n V 2 A *± 4 fi 9 6 6 2 1 o £ 1 o 3 3 4 5 15 16 5 7 3 f? 7 9 13 11 1 3 3 1 5 *± 4 4 4 9 2 ■A i 5 3 4 5 10 '4 6 3 A H 8 4 9 9 14 ~8 15 4 3 4 4 2 g 6 6 6 8 3 4 4 3 2 2 1 9 4W 2 8 7 7 8 7 4 10 7 g 8 16 4 1 2 1 1 r~ O 5 A VP 6 3 1 2 4 1 5 ■4 1 Q 3 1 3 5 3 . 6 2 6 6 14 Q \J 7 6 7 5 3 2 3 s 3 ß x-r 4 8 3 5 4 >« *± 2 3 0 £U O tmi 1 3 10 10 7 6 K V <o D 5 ß \s 5 11 zus. 47 1562 48 23 71 5629 85 218 58|27|85|68|32|100 274 53j36 R9 fvilaslftfilfiaan 93 v Aivwi w av>w W l I I saidn; JL \m? 7« 51 257 ai \J>JL. 82 [34 30 64 IzLl 90 75* i 219