Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 1 (1924) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 3-4 (Mai 1924)
- Date
- 1924-05-01
- Page
- Seite 70 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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— 70 — diese Ausscheidung, soweit Material vorliegt, für eine Reihe von Abfertigungskassen vorgenommen ist, so fällt erfreulicherweise die geringe Zahl der Provinzarmen auf. Breslau hat eigentümlicherweise gar keine Wanderarmen zu verzeichnen, ebenso Frankfurt a. O. Unter den übrig-en bilden die Wanderarmen das Hauptkontingent ' in * Bochum, Bremen, Hamburg, Hannover, Posen, Kattowitz (hier sind es die Grenzarmen, von denen schon oben die Rede war). Sehr groß ist die Zahl der Rückwanderer in Cöln und Bochum sowie Hannover, ferner an den Grenzkassen Breslau, Stettin, Thorn, Kattowitz, während die Auswanderer in Frankfurt a. O., Hamburg, Cöln, Metz stark vertreten sind. Die Verteilung nach dem Geschlecht und Personenstand, d. h. nach Mann, Frau, Kind ist ganz verschieden, (s. Tabelle 2) je nachdem es sich um Provinzarme, Durchwanderer oder Wanderarme handelt. Es ist klar, daß dort, wo die Zahl der Auswanderer und Rückwanderer sehr hoch ist, auch die Kinderzahl eine beträchtliche Hö.Vip prrpirht Ha in H5a ÄnQwanfiprpr in JL JL M. JL W JL -a. A. JL <B V J -Mi ß MV >M. .a. "W A A W-Ti y_s I ¥ » *. >_«. A. A A ÄÄ den meisten Fällen mit Frau und Kind die Heimat verlassen. Daher Breslau 11,72 Kinder, Stettin 12,86;^, Thorn 12,99^, T - L . 1 1 „ O iaueiic Zr-. Persönliche Verhältnisse der Wanderarmen. C* -a j -s rX -s -i _ / --^ 5 ."1 -~5 11 S U! s ' - üuiuau 1^,11 ~# , I «•* t> -i 4- £\ s" ^-r=4-_'> *"?? -^t "Stf-irs «f r« *» 1C1U iti Ui LCj VV KJ? W 1C W 11 sahen, die Ziffer der Aus- und Durchwanderer stark ist. Eine Ausnahme bildet auch hier Kattowitz, wo die Grenzarmen mit ihren Kindern hinüberkommen, um sich ihren Obolus zu holen. Selbstverständlich sind die meisten Armen, welche die Abfertigungsstelle aufsuchen, Männer. Der Prozentsatz schwankt von 67,82 in Kattowitz, bis 92,71 in Bremen und beträgt durchschnittlich 77,62 °4. Der Anteil der Frauen beläuft sich im Durchschnitt auf 14,21?4, jener der Kinder auf 8,17^'. Die Zahl der absolut in %. y Abfertigungsi-H QJ c Wh (D c Vh cf p}|a c c <u 3 cd <D X5 c v C r\ \ 3 cd 0) *Ö G '•cd S V-t El- 2 *Cd £ w PL, 5 Bochum 586 34 37 89,19 5,17 5,64 YS fr* ~n jljjl cn j r;il 267 io JLÄo c7 GO "ZI 1 X a in "X, JL f O 1 o Breslau 1889 455 311 71,15 17,13 11,72 Cassel 761 101 85 80,35 10,66 8,99 Frankfurt a. M. 1502 405 217 7(5,71 19,06 10,23 Hamburg 1774 311 219 76 99 13,49 9,52 Hannover 1081 55 47 91,38 4,65 3,97 Königsberg 313 136 9 68 34?Q fiü L~t*J ,\JKj 1,97 Leipzig 3288 356 308 83,19 9,01 7,80 Metz 447 41 29 86.46 7.93 5,61 Posen 627 101 56 79,97 12 88 7,15 Stettin 498 67 76 7ö!80 11,34 12S6 Thorn 872 om Lt\J i 161 70,32 16,69 12,99 Kattowitz 371 92 CM iJ~H 67,82 16,82 15,36 Dresden 774 94 67 82,78 10,05 7,17 Plauen 365 33 24 86,49 7.82 5,69 Soldau im JL \J 1 20 30 68,15 12,74 19,11 Danzig 46 10 4 r-j n r\r% fÖ,OÖ A r\ t~i s~i 10 00 6,68 Zusammen 116855 i 3085 i 11773 | 77,621 14,21 8,17 Frauen übersteigt den Durchschnitt in Breslau, Frankfurt a. M., Königsberg (hier ist an dieser Tatsache vorzüglich der Umstand Schuld, daß sehr viele kranke Frauen aus dem Auslande die Kliniken aufsuchen), Kattowitz und Dan zier alipQ Hipc ' Thnrn ____rn 11 WA1AJ sind Orte, wohin die Aus- und Rückwanderer in großer Zahl zu kommen pflegen. Wo aber die Zahl der Wanderarmen relativ am 1 i i - i -i T~\ - -i hoensten ist, war aer Prozentsatz aer brauen niedrig, so in Bochum 5,64, Bremen 3,12, Hamburg 9,52, Hannover 3,97, Posen 7,15 %. Auch für die Unterscheidung nach dem Altersaufbau ist obige Betrachtung als Unterlage notwendig (s Tab. 3). Im Durchschnitt stehen Vi aller Wanderer im Alter bis zu 20 Jahren, die Hälfte von 20—40, also im kräftigsten Mannesalter, Vi im Alter über 40 Jahren. Auch hier sieht man ohne weiteres, daß dort, wo die Ausbezw, Rückwanderer den größten Teil bilden, die Altersklasse von 20 Jahren und