Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 1 (1924) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 3-4 (Mai 1924)
- Date
- 1924-05-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Erscheint alle 2 Monate. Abonnementspreis für das ganze Jahr 10,— M., für das halbe Jahr 5,— M. Zu beziehen durch den Verlag Max Schildberger, Inhaber Arthur Schlesinger, Berlin W 62, Schillstrasse 3 o^er durch sämtliche Buchhandlungen iiin ilnrnnfiDonhio um IUI UOIUUUI~" vfoliofilf rinn IiiHoil 1116 UUU Üiaildllli Uöl dUUGU. %M fi Herausgeben vom Bureau für Siailsiin Her Juden, Berlin €2, Ru§en§ir. 2-4. Sdirfitleltung: Dr. Jacob §€gail; Berlin. £l 1 latirri W/ J&D «PWBIIJi 45** 1-7 (Neue rolge) ' ]/ e&m Bniali $ A*ft ü %-JlSII 1944. Ü£»§rf!?!• {1 / J . J/t. IIt.il 111 INHALT: Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden. I. Abhandlungens Dr. Jacob Segall, Berlin: Geschichte und Organisation der jüdischen Wanderarmenfürsorge in Deutschland bis zumjahre 1914. — Herbert Ph il i p p s t h a 1, Charlottenburg: Die Bewegung der Juden in Deutschland. — Professor B. örufzkus, Berlin: Die sozial-ökonomische Lage der Juden in Rußland von 1905 bis jetzt, (Schluß.) — Dr, Alony, Palästina: Die ökornische Gesellschaft in Palästina. Naohdruok der Abhandlung ist nur mit besonderer Genehmigung; des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet«, Geschichte und Organisation der jüdischen Wanderarmenfürsorge in Deutschland bis zum Jahre 1914. Von Dr. Jacob Segall, Berlin. Da zurzeit die Frage der Wanderarmenfürsorge wiederum anfängt, Gegenstand theoretischer Erörterungen zu werden und eine Reorganisierung der vor Kriegsausbruch geschaffenen Wanderarmenzentrale und Provinzialstellen dringend gefordert wird, dürfte es, von Interesse sein, einen Ueberblick über die Entwicklung dieses außerordentlich bedeutsamen Arbeitsgebietes innerhalb der jüdischen Wohlfahrtspflege zu geben und gleichzeitig die Organisation, wie sie vor Kriegsausbruch nach jahrzehntelangen Bemühungen zustande gekommen war, zu schildern. Es wird sich dann zeigen, daß auch bei der Neugestaltung der Durchwandererfürsorge eine Fülle von Anregungen und Ideen aus der früheren Zeit fruchtbar gemacht werden kann. ]~V! M7cs rs rm <~»" r\rrxcx cr\\ a 1 i \rf\n i P h P V iL/iv. v» diiUv^iaiiiiLiiiwiOUigv. oj^A^i*. v jvll'vl im Leben der Judenheit eine hervorragende Rolle, da sich aus den in steter Bewegung befindlichen jüdischen Massen Teile absplitterten, welche aus dem Wandern ein Gewerbe machten, indem sie die Gemeinden auf dem Lande und in den Städten periodisch aufsuchten und Almosen sammelten. Wie es gelingen, sollte die kleinen Gemeinden vor dem Zustrom der Wanderbettier zu schützen, den Wanderbettel soweit als möglich einzuschränken, aus dem Wanderbettler einen Arbeiter zu machen, war Gegenstand großer Sorge bei allen sozial denkenden Juden. Jahrzehntelang hatten die besten Juden in Deutschland der Lösung dieses Problems ihre Kraft gewidmet und es war auch eine Lösung zustande gekommen, so-