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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1924-01-01 · Heft 1 (Januar 1924) · p. Seite 27

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
1 (1924) (Neue Folge)
Issue
Heft 1 (Januar 1924)
Date
1924-01-01
Page
Seite 27 (sequence 27)
Language
German
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so läßt sich vielleicht hierauf die Zunahme der unehelichen Geburten zurückführen. Was die Vitalität der Geborenen anlangt, so ze.M O 1 ~~o ~ die Tabelle keinen großen Unterschied zwischen jüdischen Geburten und Geburten überhaupt. Nur beim Vergleich der Vitalität der unehelichen Kinder bekommt man den Eindruck, daß die Verhältnisse bei den Juden etwas ärger sind, da in einer ganzen Reihe von Jahren der Prozentsatz der totgeborenen unehelichen Geburten bei den Juden höher ist als bei der Gesamtbevölkerung. Die Sterblichkeit der Juden ist in der angegebenen Zeitstrecke ebenfalls gesunken, keineswegs aber in dem Maße, als die Geburtenziffer abgenommen hat. Tabelle IL Die Entwicklung der Sterblichkeit von 1876—1920. Sterbefälle Sterbeziffer Geburtenüberschuß allgemeine c Jahr überhaupt jüdische jüdische überhaupt bei d. Jude 1876/1880! 675269 6231 25,5 17,58 i367097 4938 1881/18851 705663 6265 25,2 17,15 332714 4004 1886/1890 698838 5933 24,0 16,05 388596 2909 1891/1895 703994 5772 22,8 15,85 438383 2702 1896/1900 696135 5504 21,3 14,25 r~-4 rrf~ir\r\ oio 2365 1901/1905 705549 5663 19,7 14,12 546162 1744 1906/1910 670821 5725 17,3 13,86 582776 1280 1911 696854 5877 17,2 c\ i IVjLl. 492363 562 1912 636303 5753 15,5 13,79 549937 544 1913 620455 5741 14,9 1 'A 7h 1U, 8 U "-' «T>.AA1 J öözyoi r-r\f\ UKJO 1914 801035 6535 19,0 15,67 365545 555 1920 581209 5921 15,4 14,26 391266 509 Von 17.58% in den Jahren 1876/80 ist die Sterb- /oo 9nf 1 3 75 0/,..., -Ui ^>4 - /uu 1 Ai n |rn jähre i\jiö ^eisiien. im Jahre 1920 ist die absolute Zahl der Sterbefälle bei den Juden ebenso hoch gewesen als in dem Jahrfünft 1886/90, die Sterbeziffer hatte dieselbe Höhe wie im Jahre 1896. Im Vergleich zur jüdischen Bevölkerung ist die Sterblichkeit der Gesamtbevölkerung in der gleichen Zeitepoche viel mehr gesunken. Der Grund liegt einfach darin, daß bereits früher die Sterblichkeit der jüdischen Bevölkerung infolge der geringen Säuglinessternlirnkeit und aus anderen sozialen Motiven o günstiger war. Nachdem die Geburtenziffer ununterbrochen sinkt, die Sterblichkeit sich aber nicht mehr erheblich verringern kann, ist die natürliche Zunahme der jüdischen Bevölkerung kleiner geworden. Von zirka 5000 im Durchschnitt der Jahre 1876/80 fiel sie auf 509 im Jahre 1913 und wurde während des Krieges negativ. Jetzt ist eine sehr schwache Zunahme zu verzeichnen. Deutschland ■syr © „ „ jnLirCÄ&ts Uebertritte der Juden zur evangelisch. Landes« H Q^-fl TL 5 ~ -9 fkU O sj?ia j.^vs=. M-&m Die statistische Kommission der „Deutsch- Evangelischen Kirchenkonferenz" veröffentlicht seit 1882 alljährlich die Zahl der Katholiken, Juden und Bekenner anderer Religionen, die zur evangelischen Landeskirche übertreten und zwar in Preußen und in den anderen deutschen Staaten. Im ganzen sind von 1880 bis 1919 11 660 Juden zum evangelischen Glauben übergetreten, Ueber die Entwicklung von 1901 bis 1918 orientiert nachstehende Zusammenstellung: Uebertritte von Juden Jahr in Preußen in Berlin im übrigen PoipVi 1901 377 154 108 1902 413 132 142 1903 353 165 145 1904 404 153 99 1905 346 135 117 1906 298 127 142 1907 343 151 149 1908 C%e~\ * OÖ<± * r?n lüu 110 1909 314 134 109 1910 360 i na 1ÜU ma XUÜ 4 C\4 1 LVJLX oao uuu 164 103 1Q19 iflfcj 288 131 123 1913 325 146 137 1914 305 143 134 1915 244 112 91 1916 268 122 94 1917 290 113 75 1918 262 101 127 Während der Kriegsjahre ließ die Taufbewegung beträchtlich nach. Im Durchschnitt der Jahre 1901 — 1913 betrug der Anteil der Berliner Täuflinge an der Gesamtzahl in Preußen 42 %, von 19L4—1918 43 %.

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