Volk und Land
- Journal
- Volk und Land
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 5 (30.1.1919)
- Date
- 1919-01-30
- Page
- Seite 159-160 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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159 VOLK UND LAND 460 I ■■;.... PALAESTI N A-ARC H I V - — — ^lllllllll||ill||||!|||||||||||||||!l[|||ll|[|||||||||||ini||||||||||||lllllllllllllllllllll|l!IIIIIIIlllll!lllllllHllllilUIIHIIIII!ll!ll!i!llllllllllllllllllllinill!llllll!llllllllllllll!lllllll!llllllll!IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIII!!lll!IIIIIIIHIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIII!}lllllUllltl^ Mitteilungen des Palä sti n a - A r ch i vs. (Wiederholt). Wir bitten unsere Leser, uns behilflich zu sein, für Zwecke unseres Archivs die bisher erschienenen Palästina-Zeitschriften in mehreren Exemplaren zu komplettieren. Besonders erwünscht sind uns Jahrgänge oder einzelne Hefte von 1907 bis 1911 (einschließlich). In zahlreichen Fällen werden unsere Leser im Besitze einzelner Hefte sein, die ihnen wenig nutzen, uns aber zur Ergänzung unvollständiger Serien dienen können. Was wir aut diesem Wege über den eigenen Bedarf des Archivs erhalten, werden wir anderen Zentralstellen zur Verfügung stellen, die nur in den seltensten Fällen halbwegs vollständige * Sammlungen besitzen. Außerdem bitten wir alle Interessenten wiederholt, uns mit Materialien und Nachweisen wie auch mit Ergänzungen und Korrekturen zu den von uns gelegentlich veröffentlichten Archivmaterialien zu -unterstützen. Berlin W. 50, D a v i § T r i e t s c h. Nürnberger Platz 5. Obstbau. — Baiimzucht — Rentabilitäten. — Luzerne. ln „Fruitlands“ (British Columbia) nimmt man als Durchschnittsgröße von Obstbauwirtschaften solche von 10 Acres (4 Hektar) an. Damit kann der Eigentümer nicht nur für sich und seine Familie glänzend auskommen, sondern er wird noch jährlich nahezu 8—16 000 Mark zurücklegen können. Allein schon die Ernteerträge aus Aepfeln belaufen sich jährlich auf bis zu 7000 M. po HektaT. Aehnlich ist es bei Gemüsen und wurzeltrüchten. — Luzerne ergibt einen Gewinn von zirka 2000 M. pro Jahr und Hektar (17V2 bis 25 Tonnen pro Hektar bei einem Preise pro Tonne von 80-100 M.). Obstbau. — Baum zucht. — Rentabilitäten. Im Kanadischen Obstbau rechnet man bis zur Rentabilität bei Pfirsichen 3—4 Jahre „ Aepfeln 6—12 „ Man wendet dort vielfach das sogenannte „Füllsystem“ (filier System) an, wobei frühzeitig tragende Baumsorten zwischen spättragenden angepflanzt werden. Aepfel ergeben oft 1000 M. pro Hektar und Pfirsiche 2500 M. Der Wert tragender Aepfelpflanzungen schwankt zwischen 1500—5000 M., PfLrsichpflaimmgen zwischen 3000 und 10 000 M., Kirschen, Birnen, Pflaumen 3000 M. Die Regierung erteilt Kurse im Verschneiden, Spritzen und Packen. Die gehobene Lebensweise der Obstbauern fällt allgemein auf. Sonne in. moto r. Die Kessel der großen Sonnenmaschine bei Kairo haben sich für die ägyptische Sonne als zu schwach erwiesen. Man schätzt das Plus an Wärme aut zirka 200 Grad Fahrenheit (zirka 110 Grad Celsius) gegenüber Philadelphia, wo die Maschine ursprünglich gebaut worden war. Die Kosten der Sonnenkraft in Kairo steilen sich so hoch, wie im Kohlenbetrieb bei einem Kohlenpreis von 10 Sh pro Tonne; der tatsächliche Preis für Cardiff-Kohle in Kairo beträgt über 45 Sh. Es sollen 250 Pferdekräfte aus jedem Acre Land zu erzielen sein. Milchpulver industrie. Angaben nach Professor Hittcher, Königsberg* 814 Liter Milch ergeben 1 kg Pulver. Bei Vollmilchpreis von 11 Pfennigen kostet das Kilo Pulver 1,40—1,50 M. einschließlich der Maschinieniizenz von 16 Pfennigen pro Kilo. Bei dem Preis von 1,40 bis 1,50 M. pro Kilo ist die MasdiinenMzenz von 16 Pfennigen einbegriffen, welche für Palästina auf die eine oder andere Weise vielleicht in Wegfall kommen könnte. Für Kinderernährung ist das Miidipulver ungeeignet, dagegen gut für Milchschokolade, für Kakes und andere Zweige des Bäcker- und Konditorgewerbes. Miidipulver bildet auch einen ausgezeichneten Zusatz zu Brot, zur Erhöhung des Eiweißgehaltes. Am' haltbarsten ist Pulver aus Magermilch. In Palästina gelten die Milchpreise für eine derartige Verwertung für zu hoch. Dies trifft aber mir für die bisherigen Hauptgebiete der jüdischen Siedlung zu. Im äußersten Süden und. im äußersten Norden ist Milch sehr billig (zirka 8 Pfennig pro Liter) und gegen eine Ausdehnung der Milchproduktion, die schon bei diesem Preise 'lohnend) ist, spricht nur der mangelnde Absatz. Industrielle Verwertung könnte hier Wandel schaffen. Zu untersuchen wäre auch, wieweit Schafsmilch für diese Industrie m Betracht käme. * Zwergpalme. — C h a m a e r o p s h u m i 1 i s. — Oedlandkulturen. — Landwirtschaftliche I n d u s t r i e. Die Zwergpalme, deren Nordgrenze bei Nizza liegt, bedeckt kilometerweit Oedländereien und bildet etn undurchdringliches Dickicht. Sie ist nahezu stammlos. Die Blätter geben das Material ab für Dächer, Hüte, Stricke, Stühle, Besen. Spinnmater iah Im jüngeren Zustande werden die Blätter auch als Gemüse verwendet. Aus den Beeren, wird Kognak gewonnen. K o n s u m v e r e i ns b e w e g u n g. Die „redlichen Pioniere von. Rochdale“ 28 arme Weber begannen im Jahre 1844 täglich pro Kopf zwei Pfennige zusammenzulegen, um einen Konsumverein 211 gründen. Dies taten sie, als sie 560 M. zusammen hatten. — Gegenwärtig haben die englischen Konsumgenossenschaften ein eigenes Vermögen von 2000 Mül Mark, das mit einem Reingewinn von jährlich 200 Millionen Mark arbeitet. Getreiderentabilität in Palästina. In Milhamie, Jemma usw. sollen vor einigen Jahren mit Getreidebau nur zirka 4 Frds. pro Dunam erzielt worden sein. Verkehrswesen in Palästina. „Daily News“ meldet, daß die Eisenbahnfahrt von El Kantara (am Suez-Kanal) bis Ramleh 13 Stunden dauert. Der Warenverkehr geht von Alexandria auf dem Seewege nach Jaffa. Ein Transitzoll wird1 von Aegypten nicht eingehoben. Die einzelnen Frachtstücke sollen über das Gewicht eines; Meterzentners nicht hinausgehen. Für die Redaktion verantwortlich: Dr. L. We inbe rg, Berlin. Verlag: Welt-Verlag G. m. b. H., Berlin W86, Kurfürstenstr. 150 Druck von Siegfried Scholem, Berlin-Schöneberg.