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Volk und Land · 1919-01-16 · Heft 3 (16.1.1919) · p. Seite 93-94

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Journal
Volk und Land
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 3 (16.1.1919)
Date
1919-01-16
Page
Seite 93-94 (sequence 17)
Language
German
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94 93 —--VOLK UND LAND Weakley, Ernest: Report upon the conditions and prospects of British Trade in Svria (London 1911). Wiechula: Die Kieinfarm (2. Auflage 1918). Wilson,-Rev. C. T.: Peasant Life in the Holy Land (1906). Woerl, Leo: Der Orientführer. Zimmerer, H.: Acht Monate durch Syrien und Palästina. Zionism and the Jewish future (1916). Z w i e d i n e c k - S ü d e n h o r s t, Dr. v.: Das ostjüdische Problem und die Palästinnfrage. Zeitschrift „Palästina“ 1902, 1903/04. „ „Alt-Neuland“ 1904, 1905, 1906. „ Hachaklai (hebräisch) „ Erez Israel. „ Palästina (München) 1907, 1908. 1909. „ Palestine. The organ of the British Palestine Committee. (Manchester.) „ , Volk und Land“. Jüdische Wochenschrift für Politik, Wirtschaft und Palästinaarbeit. Kriegerheimstättenheft des Jahrbuchs der Bodenreform (1915). Palästinaheft der „Welt“. PALAESTINA-ARCH IV Mitteilungen des P a 1 ä s t i n a - A r c h i v s. (Wiederholt). Wir bitten unsere Leser, uns behilflich zu sein, für Zwecke unseres Archivs die bisher erschienenen Palästina-Zeitschriften in mehreren Exemplaren zu komplettieren. Besonders erwünstht sind uns Jahrgänge oder einzelne "Hefte von 1907 bis 1911 (einschließlich). In zahlreichen Fällen werden unsere Leser im Besitze einzelner Hefte sein, die ihnen wenig nutzen, uns aber zur Ergänzung unvollständiger Serien dienen können. Was wir aut diesem Wege über den eigenen Bedarf des Archivs erhalten, werden wir anderen Zentralstellen zur Verfügung stellen, die nur in den seltensten Fällen halbwegs vollständige Sammlungen besitzen. Außerdem bitten wir alle Interessenten wiederholt, uns mit Materialien und Nachweisen wie auch mit Ergänzungen und Korrekturen zu den von uns gelegentlich veröffentlichten Archivmaterialieii zu unterstützen. Berlin W. 50, Davis Trietsch. Nürnberger Platz 5. Olivenanbau. — Tunesien. — Sfax. Der tunesische Distrikt Sfax zählte 1882 (zu Beginn der französischen Besitzergreifung) 45 000 Oelbäume; 1910 waren bereits 4 Millionen in voller Tragreife. Eine vollkommene Wüste von 200 000 Hektar war in dieser Weise nutzbar gemacht und brachte hohe Erträge. Dabei hat das Gebiet nur 170—200 mm Regen, so daß dort süßes Wasser nie für Reinigungszwecke Verwendung findet und Trinkwasser gelegentlich von den nahen italienischen Inseln herbeigeschafft werden muß. Kolonisation. ln den Vereinigten Staaten wird folgendes Kolonisations-System -empfohlen: Kolonisation durch Gesellschaften. Ankauf ausgedehnter Ländereien. Hohe Gewinnbeteiligung der Arbeiter, denen später auch Eigentum übertragen wird. Kolonien von 2000—4000 Acres (800—1600 ha). Häuser, Utensilien und fachmännische Leitungen “werden seitens der Genossenschaft gestellt. Arbeiter einheitlicher Nationalität und Sprache. Ansiedlung mit Familie. Landesüblicher Lohn plus Gewinnbeteiligung (50 bis 75 o/o vom Nettogewinn). Spätere Uebemahme der Parzelle zu vorher vereinbarten Bedingungen seitens einzelner Gruppen oder der Gesamtgenossenschaft oder aut gemischter Basis. (Haus- und Gartenparzelle individuell, Plantagen- und Ackerbetriebe genossenschaftlich.) Wohnungsprobleme. — Sterblichkeitsziffern. — Mortalität. Die Frankfurter gemeinnützige Aktien-Bau-Gesdl- . schaft für kleine Wohnungen zählt pro 1000 Einwohner; (bei einer Gesamtziffer von 7000) im Jahre 1913: 4,63 j Sterbefälle gegenüber 11,66 in Frankfurt, welches bei reits seinerseits eine sehr günstige Ziffer aufweist. I Emigration, und Kolonisation. In den Vereinigten Staaten überwiegt neuerdings (gegenüber der früheren Bauern einwanderung) der Zustrom landwirtschaftlicher Arbeiter. Für diese bestehen gegenwärtig keine Möglichkeiten der Unterbringung im gleichen Berufe, so daß diese landwirtschaftlichen „skilled labourers“ in städtische „unskilleds“ umgewandelt werden. Dabei haben die Vereinigten Staaten längst mehr Bedart an landwirtschaftlicher als an städtischer (industrieller) Einwanderung. Diese letztere Tendenz steht auch der jüdischen Einwanderung entgegen, die ja überwiegend eine städtisch-industrielle ist, die infolgedessen früheren amerikanischen Bedürfnissen entsprach, jetzt aber den veränderten Bedürfnissen der Vereinigten Staaten entgegensteht. Milchwirtschaft. — Milchkonsum. ' — 'Ziegenzucht. Mir ist ein Fall bekannt, in dem ein schwindsüchtig veranlagter Arbeiter, dem eine Milchkur_ verordnet worden war, folgenden billigen Modus wählte: Er kaufte zwei Ziegen, übergab sie einem arabischen Koloniehirten und traf mit ihm das Abkommen, daß ihm selbst die Milch, dem Araber der Wolleertrag und die Jungen zukommen sollten. Damit ist beiden Teilen gedient, und der Arbeiter hatte für den Preis zweier Ziegen (ich glaube sie kosteten maximal 40 Frcs.) eine dauernde Milchversorgung. Dies zeigt jedenfalls,. daß auch die Kolonisten mit efnem ähnlichen Arrangement einen erheblichen Mflchbedart decken könnten, ohne zur Einrichtung einer kostspieligen „Milchwirtschaft“ schreiten zu müssen. Der Milchertrag von zwei, höchstens drei Ziegen reicht für eine starke Familie und würde bei ordentlicher Ziegenhaltung Weit über diesen Bedart hmausgehen. In Deutschland liefert eine gutgehaltene Ziege ohne wesentliche Kosten 6—7 Liter Mikh täglich. Jedenfalls ist hieraus ersichtlich, daß eine Kolonie von 80 Familien, nicht etwa 80 Milchwirtschaften im Oeeamtkofetenbetrage von über Million Francs nötig

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