Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 9 (1938)
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 342 (sequence 346)
- Language
- German
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6. 3. Tamus ist der Gedenktag des großen Brandes der Judenstadt im Jahre 449 (1689). Vgl. Lieben, die Prager Brandkatastrophen. 7. Der 13. Ijar war in Kuttenplan lange Zeit der Erinnerung an den großen Brand im Jahre 1733 gewidmet. 8. Der 21. Kislew, der Tag des blutigen Pogroms im Jahre 1744 in der Prager Judenstadt (vgl. oben S. 5) scheint auch in der Synagoge durch Bußgebete begangen worden zu sein. Ich finde in einer alten Selicha Ausgabe nämlich handschriftlich folgende Selichaordnung verzeichnet. „Plünderung, 21. Kislew, Nr. 4, 10, 12... Pismon Nr. 8." 9. 4. Tewes. Dieser Tag wird zur Erinnerung an das große Judenmassaker am 4. Tewes 5505 (9. XII. 1745) in Leipa als Bußtag gehalten mit eigenen historisch wertvollen Bußgebeten (vgl. oben). 10. 26. Nissan wurde in Prag in eigenem Gebete des Brandes der Judenstadt am 26. Nissan 5514 (17. Mai 1754) gedacht. (Lieben a. a. O.) 11. 24. Jjar der 24. Jjar wird in Jungbunzlau zur Erinnerung an den großen Brand vom 24. Jjar 1854 (28. Mai) mit besonderen Bußgebeten begangen. 12. Unsicher ist ob der von dem Apostaten und Angeber Pesach Peter hervorgerufenen Ermordung von 77 Juden in Prag am 22. August 1400 und der Verbrennung von drei Juden am 11. September dieses Jahres, über die Lipmann Mühlhausen berichtet, an einen eigenen Trauertag gedacht wurde. Jedenfalls ist im Ritus der Altschul das Ereignis in der Pethicha für Mincha des Jörn kipur Nr. 136 Ephtecha festgehalten von Abigdor Karo. (Lieben, Denkmäler jüdischer Tragödien.) 342 36