Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 9 (1938)
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 128)
- Language
- German
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R. Abraham und sonstige vorzügliche Männer, die nie unter schlechtem Rufe gestanden sind. Sie öffnete ihren Mund weit auf und erklärte sich selbst als (dem Manne) verbotene Frau, indem sie sagte, sie hätte mit ihnen während sie noch bei ihrem Manne war,140 geschlechtlich verkehrt, Sand in ihren Mund. Und ließ ich mir viele Bezeugungen von namhaften Leuten schicken [die bestätigen], daß man von diesen obengenannten Männern keine unerlaubten Schritte gesehen hat und auch nicht den Schein einer häßlichen Tat. Und meine ich, daß mein Freund, der hervorragende Rabbiner E. Elia (in Prag), G. m. i. b., verpflichtet sei, diese Sache zu ordnen und den Anstoß wegzuräumen.141 ... Und mit Güte meines Herrn142 sage ich, daß diese Frau schwer bestraft werden müßte dafür, daß sie durch ihren Mund [die Leute] in einen schlechten Ruf bringt. Und nicht nur in bezug auf ihren Mann ist sie nach der allgemeinen Meinung nicht glaubwürdig,143 sondern sie ist es auch nicht in bezug auf sich selbst,144 denn eine volle Mischna am Ende des Traktates Nedarim145 erklärt, daß eine Frau, die [zu ihrem Manne] gesagt hat: ich bin unrein für dich, einen Beweis für ihre Behauptung erbringen muß, [denn] vielleicht hat sie ein Auge auf einen anderen geworfen ... Also hat denn die Aussage dieser Frau irgendeinen Wert? Gott bewahre! So was darf es in Israel nicht geben, daß üble Nachrede geglaubt wird... um wie viel weniger in diesem Falle, wo sie, die Ausgelassene, [selber] das Gerücht verbreitet hat, so ist daran nichts, und umso weniger, als der hervorragende Rabbiner R. Elia und R. Benesch, sowie alle dortigen Chaberim das Gerücht für null und nichtig erklärt haben, so ist es aus der Welt geschafft und erledigt___So scheint es mir richtig zu sein. Israel von Bruna.146 16 (Rp. Nr. 227). Schreiben des R. Perez, wahrscheinlich an den Gemeindevorstand in Wiener-Neustadt. Alle führenden Rabbiner seiner Zeit erhielten die Ordination von R. Nathan Eger. Der Rabbiner R. Meisterlein in Neustadt wurde von ihm zum Führer dieser Gemeinde ernannt. T. ... Und weil ich gesehen habe, daß seine hohen Thorawürden, jener Greis, der Große des Zeitalters, R. Nathan Eger, der krönt und autorisiert all unsere Gaonen, das sind diejenigen, die jetzt in unseren Tagen die Führer der Generation sind, ihm (R. Meisterlein) seine Zustimmung gab, ihn zum Vorsteher und Führer der heiligen Gemeinde Neustadt und unserer147 Umgebung, aller Vorstädte, die um diese Gemeinde liegen, einsetzte... und ihm die Rechte der früheren Vorsteher erteilte... zu all dem sage ich, daß diese Schüler,148 die nach ihnen149 kommen, aus den Wässern (der Weisheit) dieser Großen, geseg- 126 26