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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1936-01-01 · 8 (1936) · page 417

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
8 (1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 417)
Language
German
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IRI
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sagte zu ihm: „Du hast geschworen so wahr Gott der Allmächtige chay vekajom ist, d. h. so wahr Gott immer und ewig lebet und der Schwur war falsch." Ausser dieser Verleumdung hat der Beklagte noch eine Menge Beleidigungen durch Schimpfworte dem Kläger zugerufen. Um gesetzliche Bestrafung wird gebeten. 22 Löbl Rubin Buntzel gegen Löbl Gröger. Am 31. Mai 1768 hat Löbl Gröger am Altstädter Ring in Gegenwart vieler Handelsleute den Löbl Buntzel einen schlechten Menschen genannt und ohne den geringsten Anlass seine Ehre verletzt und ihn gekränkt. Der Kläger bittet den jüdischen Gerichtshof ihn zu schützen und den Geklagten zu bestrafen. 23 Samson Thein klagt den Elias Tuschka weil er ihn am 13. Juli 1768 zwischen 6 und 7 Uhr abends im Beisein vieler Leute folgende Beleidigungen zugerufen hat: Du Schinder, du Lump, warum trägst du einen Mantel, auf öffentlicher Gasse soll man ihn dir abreissen. Du Rosche id est, du Bösewicht, alle Teufel sollen dich zerreissen. Ein Ruach id est, ein böser Geist soll in dich hineinkommen. Obwohl der Kläger sich zurückgezogen fuhr der Beklagte in seinen Schmähungen noch weiter fort. Da der Kläger überall als ehrlicher Mann bekannt und angesehen ist, so bittet er den Beleidiger dem Gesetze entsprechend zu bestrafen und ihn zur Wiedergutmachung zu verhalten. 24 Naphtale Brandeis klagt den Moses Löbl Marie der ihm am 28. Juli 1768 im Beisein der Juden Aeltesten und in Gegenwart des Lazar Sekeles und Schlome Neustädtl einen schlechten Kerl geheissen hat. Dadurch wurde der Kläger in seiner Ehre sehr gekränkt und sein guter Name wurde geschädigt. Der Kläger bittet den Geklagten zum Schadenersatz zu verurteilen und über ihn die gesetzliche Strafe zu verhängen. 25 Jakob Fritsch klagt den Hersehl Salkind Brandeis weil er ihn in Gegenwart mehrerer Zeugen beleidigt hatte indem er ihm zurief: „Du Dieb du hast dein Lebtag nichts anderes practiciert als Diebereien, auf diesen Bogen Papier ist die Dieberei, die du gemacht hast und noch machst nicht zu schreiben." 418 8

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