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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1936-01-01 · 8 (1936) · page 406

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
8 (1936)
Date
1936-01-01
Page
– (sequence 406)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644311--3783-2648131
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werden und mußt ein Tag oder zwei varliegen bleiben in Luft, Säche (sachen, pissen), Kält, Näss und dergleichen, danach die Zeit nun war die Wunden wären nun vertrocknet und von Blut zusammengebrochen und in hizer (jetziger) Zeit sein Leib sehr entzündet und umleidlich Dorst (Durst) hätte, er aber doch zu dir gebracht werd, ihn zu verbinden, wo wär hierin sein Hilf. Antwort: Ob dergleichen Zuständen bös seinen (sind) wollt ich nicht erschrecken, Gott zu Hilf nehmen und zu meinen Mitteln schreiten zu der vertrocknete Wunden, sofer(n) sie nicht gar dorch die Hirnschal geht, das Ungent. bereiten, wollte nehmen Salmiakwasser,11 i I, Rosenwasser % III, weissen Augstein 3 II, Rosenhonig 'S 9 I, sie kochen wie das Ungent. ägyptiacum und mit Schieissen einlegen damit ein Pflaster darüber, hernach folgendes Wasser bereiten, wohl warm um den Schaden schlagen. Dazu wollt ich nehmen Rosenessig, oder in Mangel dessen gemein Essig, ein wenig Saliter präparirten und solches alle Zeit erfrischen, so es kalt ist. Hätte er die Kräften, eine Ader öffnen, wäre die Wunden in Haupt, eine Öffnung unter die Zungen tun, ingleichen ein gut Wundtrunk bereiten von sinasue (?), Wintergrün, Naturworz, weisse Rosen ana I (aa zugleichen Teilen), dies mit ein Maß Wasser sieden zwei Stund, hernach ein wenig präparirten Saliter drein tun, wie auch Krebsstein 3 III unt (und) ihm des Tags viermal zu trinken geben. Den Patienten kühl halten, mit geringer wohlverdeiliche (verdaulicher) Speis versorgen, kein Durst lassen, ihm ein Gersten wasser bereiten darnach auch ein......Wasser samt ein wenig Judenkirschen darin sieden und wollt also dies brauchen bis sich das Böse vom Guten scheidet, alsdann mit andern Kuren fortschreiten. — Frag 382: Mag die Pestilenz12 auch präservirt werden. Antwort: Für das Präservativa, das geschwind flien (fliehen) und sbat (spät) wider zurück kommen. Die aber Amt und Flicht (Pflicht) haben nicht fliehen können noch mögen, sollen sich in solcher Zeit purgiren, oder Ader lassen, das Blut dünn zu machen, sich hüten viel baden, vor allen übelschmeckenden Orten, auch viel Leut zusammen-kumpt (Zusammenkunft), in ihre Gemach helle Feuer und Rauch werk gebrauchen, sich hüten vor Umkeuschheit (Unkeuschheit) unt(d) Überfüllung des Leibes, nicht zu nüchtern (zu nüchtern Magens bleiben), gebrauchen das goldene Ei, zwei Erbsen gross Triax und medritat (?) ein Tag um den andern, oft in Mund halten Citronenschalen, Meisterwurz, Angelika, Zitwan und dergleichen, zuvor zwölf Stunden in Essig gebeizt und hernach trinken lassen an wohlschmeckende (wohlriechende) Sachen riechen, des Tags 3mal die Hand und Gesicht mit roten Essig waschen, so mit Camphor vermischt sei; so viel Kürze halber. — Frag 383: Wenn aber Präservirung nicht helfen will und also der Mensch schon von der Pest ergriffen, was wär sein Hilf. Antwort: So sich ein Apostem erzeigt mit grausamen Schmerzen, so man mit einem 406 8

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