Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 8 (1936)
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 266)
- Language
- German
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v to vhledli a s pilnosti vysetrili i die notule näm od JMC pänüv hejtmanüv krajsk^ch odeslane* sepsati dali...") Das Verzeichnis ist datiert vom 25. Mai 1651, und erliegt im Archiv des Ministeriums des Innern in Prag, S M, R109/45, Hradecko- Bydzovsko eis. 8. — Des Interesses halber soll hinzugefügt werden, daß die analogen Listen vom Jahre 1651 von den Herrschaften Dymokur und Podebrad (das Verzeichnis von der Herrschaft Chlumetz hat sich leider nicht erhalten) im Vergleich mit der Bidschower Konsignation ein ganz anderes Bild bieten: Das Verzeichnis der Herrschaft Podebrad (Archiv des Ministeriums des Innern in Prag, S M, R 109/45, Hradecko-Bydzovsko eis. 46) führt die Mehrzahl der Einwohnerschaft in der Rubrik Nichtkatholisch an, freilich durchwegs mit dem Zusätze, daß diese Nichtkatholiken für den katholischen Glauben „gewonnen4 4 worden seien, während die Liste der Herrschaft Dymokur (Archiv des Ministeriums des Innern in Prag, S M, R 109/45, Hradecko-Bydzovsko eis. 18) zwar die Einwohnerschaft ebenfalls überwiegend in der Rubrik Nichtkatholisch anführt, aber fast durchwegs hinzufügt, es sei keine Hoffnung sie zum katholischen Glauben zu bekehren. Vgl. auch J. Ceöetka, Näbozensk£ hnuti na Dymokursku a Chlumecku, Cesky lid, Jg. X, Seite 341. 2 Vgl. Ant. Rezek, Dejiny Cech a Moravy nove doby, Bd. I., S. 185, und J. Kaspar, Pameti o vecech duchovnich v kräl. vennem nieste Novem BydzovS, V^rocni zpräva real, a vyssihogymn. v N. BydzovS za skol. rok 1900/1901, S. 27. 3 Vgl. J. Kaspar 1. c. (vgl. Anm. 2), S. 31. 4 Einige Berichte über die Missionstätigkeit im Bidschower Ländchen aus dem Königgrätzer Konsistorialarchive hat P. Augustin Neumann OSA. abgedruckt in dem Buche „Prostonarodni näbozensk£ hnuti die dokladü konsistore krälov£- hradeck£" (Die volkstümliche Religionsbewegung nach den Quellen des Königgrätzer Konsistorialarchives), I. Teil, Doba t. zv. Temna do r. 1740 (die Zeit der sog. Finsternis bis zum Jahre 1740), Hradec Krälove 1931. Das Buch wird leider in ausgedehntem Maße dadurch entwertet, daß sich der Autor in zahlreichen Fällen ganz unfähig erwiesen hat, die von ihm benützten und teilweise auch abgedruckten Quellen richtig zu lesen (vgl. das gründliche Referat von J. V. Simäk im Cesky Casopis Historicky XXXIX, S. 151—165; aus der Bidschower Umgebung führe ich wenigstens einen Beleg unter sehr vielen unrichtigen Lesungen des Autors an: das Dorf „Mnicnik", 1. c., S. 208, existiert nirgends in ganz Böhmen, es handelt sich jedoch um das Dorf Menik-Mnienik, das zur Herrschaft Bidschow gehörte und eine Filialkirche zu St. Wenzel und St. Stanislaw besaß). — Die m. E. letzte Mission unter der Regierungszeit Karls VI. fand in Bidschow im Jahre 1737 statt und das Bidschower Stadtgedenkbuch (Liber memorabilium III, f. 1036, im Bidschower Stadtarchiv) bemerkt darüber nach dem Bidschower Dekanalgedenkbuche: In diesem 1737. Jahre im Monate oder Ende Februar kamen hieher, so wie sie nach kaiserlicher Verordnung schon im Königreich Böhmen da und dort ihre Visitation gehalten hatten, drei Herren Patres Soc. Jesu, nämlich Pater Konias, P. Nachbur und P. Promnen, die auf einem Gerüste in der Kirche eine Bußpredigt und Exerzitien zwei Wochen lang hielten und zunächst mit den Männern, dann mit den Weibern, dann mit den Jünglingen und schließlich mit den Jungfrauen, an den Seelen sicherlich eine große Wirkung taten, denn viele Verstockte taten Buße, viele versöhnten sich, in Summa der Seele alles Gute taten und dann zum Zeichen der abgehaltenen Mission in der Gasse vor der Kirche St. Laurentii unweit des Alexiusischen und Pacovskyschen Hauses just vorn am Ringplatze ein heiliges Kreuz aufstellten und die Aufschrift darauf setzten: Crux missionis. Doch, wie die menschliche Bosheit sich stets über das Gute überhebt und es unterdrückt, so haben viele auf diese Mission vergessen; es würde nicht schaden, wenn sie jedes Jahr erneuert würde. (In der Originalfassung : „V tom 1737 roce v mesici neb na konci februarii pfisli sem tak, jak die nanzeni cisarskeho jiz v krälovstvi Ceskem sem tarn svy visitati konali, tri päni pätefi Soc. Jesu, totiz pater Konias, P. Nachbur a P. Promnen, kteri na lesen! v kostele kajici kazani a eviceni skrze 2 nedele drzeli a predne s muzma, pak s zenma, potom s mlädenci a postez s panama, na dusech jiste' velky oucinek püsobili, nebo mnozi 119 265