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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1935-01-01 · 7 (1935) · page 440

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
7 (1935)
Date
1935-01-01
Page
– (sequence 440)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644313--3328-2647675
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Oppenheimiana Von S. H. Lieben, Prag. Einleitung. Als ich die Biographie David Oppenheims im Jahrbuche der Jüd. Liter. Gesellschaft XIX veröffentlichte, bedauerte ich, daß die 1695 geschriebene Sammlung von Protokollauszügen und Kopien von Diplomen, die sich auf Oppenheim beziehen und die von der Bibliothek der israel. Gemeinde in Hannover aufbewahrt worden war, nicht auffindbar war.1 Wenige Jahre später ist es mir gelungen mit Unterstützung der Prager B. Brithlogen und des jüdischen Volksvereines Zion und vor allem dank der Munificenz der Herren Walter Petschek, Rat Leopold Sachs, Edmund Traub und Jindfich Waldes für das jüdische Museum in Prag eine einzigartige Sammlung von Dokumenten David Oppenheims und seiner Familie zu erwerben. Einzigartig schon darum, weil sich darunter Pergamenturkunden in kostbarster Ausführung befinden, ganz besonders eigenartig und wertvoll aber, weil diese Urkunden, die die Wahl Oppenheims zum Landesrabbiner von Mähren, zum Rabbiner von Jerusalem, zum Rabbiner von Prag, zum Landesrabbiner von Böhmen, zum Resch Methibtha — Leiter der talmudischen Hochschule, Jeschibah, — in Prag, zum Gegenstande haben, die Unterschriften all derer tragen die an den betreffenden Versammlungen teilgenommen haben. Es hatten sich zu diesem Behufe in Ungar. Brod die mährischen Notabein, in Jerusalem die Führer der dortigen Judenheit, in Prag, was in der jüdischen Gemeinde Geltung hatte, in Brandeis an der Elbe die bedeutendsten Männer der böhmischen Judenschaft versammelt; die Unterschriften repräsentieren also die Elite der Juden Prags, Böhmens, Mährens, Jerusalems in den Jahren 1700—1713. Die Urkunden behandeln: I. Oppenheims Wahl zum Landesrabbiner von Mähren; IL seine Wahl zum Rabbiner von Prag; III. seine Wiederwahl zum Rabbiner von Jerusalem; IV. seine Wahl zum Resch Methibtha von Prag; V. eine beglaubigte Abschrift von IV. VI. seine Wahl zum Landesrabbiner von Böhmen; VII. während diese Urkunden sich sämtlich auf David Oppenheim beziehen, gilt eine seinem Verwandten Hirsch Oppenheim und enthält seine Bestellung zum Rabbiner von Hildesheim. 437

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