Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 7 (1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- – (sequence 436)
- Language
- German
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ANMERKUNGEN. Als Quellen zur vorliegenden Darstellung wurde folgendes Aktenmaterial benützt: nov. man. P 1—7/45, Protokollbücher der Statthalterei Nr. 542,594,606, im Archiv des dsl. Innenministeriums. Liber Judaeorum albus (LJA), Dekretenbücher Nr. 754, 756, 757, Liber Appellationum Nr. 1004, 1005, 1031 im Prager Stadtarchiv. 1 LJA IL. fol. 190. Moses Sohn des Simon J. starb 1629, seine Frau Ela (Eliska), Tochter des Josua, starb 1635 (Archiv der Beerdigungsbrüderschaft). 2 Er starb 1666. Die Sterbedaten sind zumeist Hock-Kaufmann, Seite 165 ff., entnommen. 3 Simon (starb 1663), Moses (st. 1684), Hirsch (st. 1690) und Josef (st. 1694). 4 Simons Söhne Jonas (st. 1752) und David (er starb 1680 an der Pest in der Nähe Kolins und ist im Chewra-Buch der Koliner Gemeinde eingetragen, sein Grabstein befindet sich daselbst III. Reihe, Nr. 379; seine FrauEdl [st. 1728] heiratete nachher Jakob Slatkes) leisteten Bürgschaft für ihren Onkel B. J. am 11. Juni 1677 (Vgl. Beilage II). Ein 3. Sohn Hirsch starb 1694. R. Simon ist ein Ahnherr in direkter Linie von den in Prag lebenden bekannten Gelehrten Dr. Isidor und Dr. Berthold Jeiteles, sowie ihrer Schwester Frau Ernestine Lieben. 5 Dwerl starb 1678. Deren Urenkel Israel Sohn des Isachar Beer Jeiteles übernahm 1762 die Katzische Druckerei und führte sie bis 1778. Vgl. B. Friedberg, Geschichte der hebräischen Typographie der mitteleuropäischen Städte, Antwerpen 1935, S. 18. Als Kinder unseres J. sind uns bekannt: Israel (st. 1693), Hirsch und Mordechai, sowie Chaie (st. 1692), Frau des Salomon Fanta und Rikele (st. 1696), Frau des Isak Schnürdreher. 6 Vgl. Adolf Neubauer, Cataloque of the Hebrew Manuscripts in the Bodleian Library. Oxford 1886, Nr. 2445. 7 Siehe auch: Gerson Wolf, Gemeindestreitigkeiten in Prag 1567—1678, in der Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland, herausgegeben von Ludwig Geiger; 1. Jahrg., Braunschweig 1886. S. 309ff. 8 Nach einer Rechnung, die J. am 1. April 1678 der böhm. Kammer vorlegte, hat der Primator 20 fl. monatlich bekommen. 9 Auf der vorerwähnten Rechnung verlangt J. für 7 Tage, die er wegen der Maislischen Erbsache im Arrest verbringen mußte (Sept. 1774), 3 fl. 30 kr. Demnach erhielt der Primator 30 kr. für einen Tag Gefängnis von der Gemeinde ersetzt. 10 Vergleiche: Tobias Jakobovits, Die Erlebnisse des Oberrabbiners Simon Spira-Wedeies in Prag (1640-1679) im JGC. IV. 1932, S. 253ff. Da die vorhegende Arbeit eine Ergänzung zu der eben zitierten ist, wird diese als bekannt vorausgesetzt . n Auch Wimbersky, Winborsky, Wimpersky. 12 Samuel Neustadtl, Jakob Raudnitz, Moyses Koynes-Ulmo, Abraham Neustadtl, Schullem Bondi, Samuel Sacerdot, Israel Bondi, Juda Raudnitz, Mendel Dewidels, Israel Wechsler, Hirsch Backofen, Wolf Stumb, Süßkind Bunzel, Joachim Zallels. Darunter ist ein großer Teil des damaligen Vorstandes. 13 Sieh: Tobias Jakobovits, Die Judenabzeichen in Böhmen im JGC., III. S. 154. Leopold I. bestätigte erst 1703 die Judenprivilegien. In der Regel wurden für die Bestätigung 12.000 fl. angeboten. 14 Vgl. Josef Bergt, Judaica v archivu ministerstva vnitra v Praze v Sborniku archivu ministerstva vnitra RCS., svazek VI. Praha 1933, S. 54. 15 Der Rat bestand aus den Ältesten: Abraham Neustadtl, Jakob Raudnitz, Salomon Porges, Elias Marie, Isak Schnürdreher. Gemeindeälteste: Moyses Koynes, Bonus Bonatus, Löbl Porges, Samuel Wahle, Abraham Porges-Schick. Beisitzer: Moyses Liberles, Israel Bondi, Moyses Neugröschl, Löbl Sekeles. 433