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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1935-01-01 · 7 (1935) · page 381

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
7 (1935)
Date
1935-01-01
Page
– (sequence 381)
Language
German
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Plafiany und umliegende Dörfer, GB. Kourim: 30 Familien, B., Kt., Sd. (Platz) Sträz, GB. (Neuhaus) Jindrichüv Hradec: Judengemeinde. Pobezovice s. (Ronsperg). Pocinovice s. (Putzeried). Podtbrady: Privat B. Die Matriken führt seit 1839 Wil. Kantor. PodhüH, GB. Nepomuk: GV. Jos. Friedl (?), Sg. Podmokly, GB. Schüttenhofen (Susice): 36 Familien, B. Pochlovice, vgl. Königsberg a. E. (Pollerskirchen) Üsobi, GB. (Deutsch-Brod) Nemecky Brod: Sg. Polnd: Sg., seit 7 Jahren Rb. Dr. Philipp Pollatschek (160 fl.), Kt., gleichzeitig auch K., Sd. (Brenn-Poritschen) Porici Spalen£, GB. Blovice: 7 Gemeinden, ca. 37 Judenfamilien, GV. Kar. Heiman, Sg. angeblich schon seit 350 Jahren, Sch., Rl. (90 fl. CM.). Die Akten der Judengemeinde angeblich vor 160 Jahren verbrannt. Postelberg (Postoloprty): etwa 200Personen, GV. Simon Glaser, Sg., Rb., RL, Kt., Sd. Prag: größte Judengemeinde des Landes. 9 Synagogen : 1. Altneuschule in NC. 242, 2. Altschule in NC. 141-142, 3. Meislschule in NC. 84,4. Hohe Schule in NC. 101,5. Klaus-Schule in NC. 243, 6. Zigeunerschule in NC. 166, 178, 181, 273, 7. Pinkasschule in NC. 24 und 34, 8. Großhofschule in NC. 200-201, 9. Neuschule in NC. 113. 14 kleinere Bethäuser: 1. Joach. Edler von Popper in NC. 922/1, seit 1795; 2. Moscheles' in NC. 167 seit 1782; 3. Eva Porges in NC. 69 seit 1815; 4. Elias Buniat Eger in NC. 117 seit 1703; 5. Israel Frankl in NC. 195 u. 196 seit 1783; 6. in der Schule für arme Kinder in NC. 255 seit 1601; 7. Bethaus Derach-Jeschara in NC. 118 seit 1821; 8. Königsbergs in NC. 15; 9. Sem Simon Neustadt in NC. 11 seit 1802; 10. Musket Taussig in NC. 218 einige 300 Jahre; 11. im Karzer NC 248 seit 1601; 12. Meier Fischl in NC. 156; 13. Bethaus des Suppenvereins Mechalke tarnegolim in NC. 250; 14. Synagoge in der Wohnung des Oberrabbiners in NC. 218. Außerdem eine große Zahl Betschulen in jüdischen Privatgebäuden, z. B. Rosenbergs Stiftung in NC. 184 usw. Die Alt schule in NC. 141—142 wurde mit Gubernialerlaß vom 14. III. 1836, ZI. 18.170 dem Verein zur Verbesserung des iraelitischen Kultus überlassen, der i. J. 1834 entstanden war und hier eine etwas abweichende Kultusform pflegte, auch einen eigenen Prediger hielt. Alle Synagogen wurden aus den Beiträgen der Besucher erhalten. Gemeindeanstalten: 1. Waisenhaus, Beth Hamidrasch, für Knaben, im eigenen Hause NC. 230, für 16—18 Zöglinge, von denen ein Drittel von der Landjudenschaft erhalten wurde. Im Jahre 1601 von Mardochei Meisl zur Erziehung und physischen Ausbildung armer Judenknaben errichtet. Im Jahre 1833 hatte es ein Jahreseinkommen 1080 fl. 45 kr. Hier bestand gleichzeitig eine 3kl. Schule auch für andere Judenkinder, in der Hebräisch, Bibel und Talmud unterrichtet wurde. Im Jahre 1850 waren hier zwei Lehrer (je 30 fl. WW. monatlich). Hausverwalter (100 fl. jährlich, Wohnung, Beheizung, Licht, Kost), Köchin, Diener. Aus Stiftungen und Sammlungen erhalten. Bei der jüdischen Emigration i. J. 1740 und beim Ghettobrand v. J. 1754 wurde die Anstalt vernichtet, aber in der Folge mit Unterstützung der Landjudenschaft wieder erneuert. 2. Krankenhaus in NC. 248 mit Abteilungen für Arme und Sieche. Im Jahre 1564 von Elias Askenazi eingerichtet, i. J. 1601 durch eine Stiftung Mardochei Meisls (10.000 fl.) gestärkt und später reich bestiftet. Im Jahre 1833 hatte es ein Jahreseinkommen von 2250 fl. 30 kr. 3. Jüdische Haupt-, Trivial- und Mädchenschule in NC. 208, verbunden mit Kindergarten. Errichtet durch Protokoll der Judengemeindeältesten vom 19. XI. 1781 und beständig von der Judengemeinde erhalten, außer eines Beitrages von 3000 fl., den Kaiser Josef II. zu diesem Zwecke bewilligt hatte. Die Mädchenschule, ebenfalls von der Judengemeinde erhalten, 379

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