Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 7 (1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- – (sequence 262)
- Language
- German
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47 Adler\ Judenpatent, Jb. V, S. 218. 48 Ebendort, S. 221 ff. 49 Judensteuerpatent vom 24. Oktober 1798, P. 10. 50 Gleich in den Anfang der Regierung Franz II. fällt ein Vortrag der B. Oe. Kanzlei (St. A., St. R., 2374 a. 1792) vom 20. IV. 1792, betreffend eine Bittschrift der Prager und böhmischen Landesjüdischen Vorsteher: 1. Man möge sie von der Leistung der Steuerkaution und der Antizipation befreien. 2. Wenigstens die dazu erforderlichen Instrumente (Urkunden) und Grundbuchsauszüge taxfrei erklären. 3. Sie von den Strafgeldern von 6 Dukaten und 4. die in der böhmischen Landtafel verkümmerten Kapitalien befreien, d. h. die Beschlagnahme der Guthaben einiger vermöglichen Juden, welche das Gubernium wegen Nichteinzahlung der Kaution vorgenommen hatte, aufheben. Die ersten drei Bitten wurden abgewiesen, nur hinsichtlich der vierten hatte die Kanzlei schon aus eigenem die Aufhebung der Sequestrierung verfügt, da sie die Maßnahme für eine zu große Härte gegen diejenigen hielt , die die unschuldigerweise betroffen, und überdies beinahe ebenso viel, als diese Kaution betrug, eingegangen war. 51 Singer, Zur Geschichte usw., Jb. VI, S. 241 ff. 52 Ebendort, S. 243ff. und Anm. 67-69. 53 St. A., St. R., 422/417 a. 1798. 54 St. A., St. R., 953/939 a. 1798. 55 Singer, Jb. VI, 243 ff. 56 Archiv d. Min. d. Inn., IV T 1, Böhmen. 57 Beilagen zu Poppers Gesuch. A. Steuerabgänge der Landesjudenschaft, nach Kreisen 1783—1787. Die Abgänge steigern sich von Jahr zu Jahr. Sie sind am geringsten 1783 im Berauner Kreise: 147 fl. 4% kr.; am höchsten 1787 im Pilsner Kreise: 5348 fl. 44 kr. Im ganzen: 1783 3835 fl., 1787 25.348 fl. 22% kr. Die Gesamtrückstände betragen 1787 79.719 fl. 46% kr. Nebst den am Ende angezeigten ausgefallenen Abgangsbetrag benöthigt die Landesjudenschaftliche Hauptkasse zu berichtigung deren Interessen, Besoldungen, Alimentazionsgeldern und anderen mehr unentbährlichen Auslagen Jährlich circa acht Tausend Gulden, also durch obige 5 Jahre in Einem 40.000 fl. Zusammen 119.719 fl. 46 y2 kr. 58 Lit. A II. Schulden der Landesjudenschaft 25.866 fl. 38% kr., darunter an General Graf Nostitz 12.000 fl. zu 4%, Rest der Schuld an die Stände ... 8566 fl. 38 kr. (16.000 fl. auf 28 Jahre - 1801, jährl. 960 fl. Zinsen und Kapital, 1801 ... 243 fl. 27% kr. III. Schulden der Prager Judenschaft Ende Oktober 1789 17.263 fl. 27 kr. Als Gläubiger u. a. Aussiger Dominikaner 1000 fl.; Findlings — und St. Ludovici Armeninstitut 30.000 fl. zu 5%; General Graf Nostitz 8000 fl.; zum jüdischen Waisenhaus ausgewiesenen Fundationskapital zu 5% 3700 fl.; von den Herren Ständen ex fundo Domestico vorgelehnten 30.000 fl. annoch schuldig 16.500 fl. (halbjährlich 1000 fl. abzuzahlen, der jeweilige Rest mit 4% zu verzinsen); von denen Herren Ständen vorgelehnten Kapital von 42.000 fl. auf 28 Jahr noch schuldig 22.300 fl. 6 kr. 3 Pf. (durch 11 Jahre - letzten Oktober 1800 - jährlich 2520 fl., 1801 247 fl. 43% kr. zu zahlen); bis zum neuen Steuersystem rückständige Kontribution 55.000 fl.; an die Landesjudenschaft vermög Vergleich 10.100 fl. Von der Königlichen Kammeral u. Provinzial Buchhalterey Prag, den 17. July 1790. — F. J. Boleslawsky, Cammeral u. Provinzial Buchhalter. 59 Riegger, Archiv für Geschichte und Statistik, insbesondere von Böhmen, II. T., Neues Projekt zu einer Judensteuer. S. a. Singer, Jb. VI, S. 284, Anm. 69. 259