Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 7 (1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- – (sequence 194)
- Language
- German
- Belongs to
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5. Zeug, Georg Wagner, Gerg Schatzens Fuhrknecht, sagt bey Erinnerung seines Gewißens aus, das damals, als die Pfaltzischen inn der Gaßen gelegen, diese Juden drey Schlagvässer voll böhmische Käs seinem Herrn, auf 14 c. aestimirt, aufzuheben gegeben, welche allesambt inn der Gäntz aufgangen vnd nichts davon vbrig gelaßen haben. 6. Margaretha, Christof Zitterbarts Ehwirttin, hat nach satsamer Examinirung beständig ausgesagt vnd bekennet, daz sie damals, inn der Langgaß wohnhafft, diesen Jüden inns halbe Jahr inn einem Leinwadkasten Gewürtz, Seidnwaar etc.,auch aufm Malzhaus 2 Balln Garn vnd im Keller Leinwad vnd Rauchleder in Verwahrung behalten, als sie sich aber herein inn die Stad begeben besserer Sicherheit halber, seind sie vmb die Leinwad gantz vnd gar kommen vnnd daz Leder haben sie vom Quartirmeister müssen auslösen p. 20 fl. 7. Margaretha, Hannß Kempffen Ehweib, sagt aus, daz sie bey ihr einen grosen Kasten mit Leinwad inn Verwahrung gehabt, darinn auch Silberwerk gewesen, welches des Matthß Güntzels Soldat bekommen. Diesem Kasten haben die Soldaten weggenommen vnd ins Schätzen Quartir mit drey Pferden führen lassen, dabey sie auch vmb etliche 60 fl., so sie den Juden abgekauft, kommen vnd davon keines das Geringste wider habhafft worden. 8. Georg Lemmich, Bürger alhier, sagt aus bey seinen guten Gewissen, das diese Juden kurtz vor dem Brandt, inn zwey Säcken eingebunden, 2 Backetl inn sein Haus gebracht vnnd vor eim Vbergang inn Verwahrung auszuheben geben haben, welches er nebens den Seinigen vnd andrer Leutten angenommen vnd verwahret hat. Solches aber ist alles wegen deß blötzlich vberhand genommenen Feuers vnd Mangel deß Leschens im Feuer aufgangen vnd zunicht worden. Was es aber aigentlich gewesen mag sein, kan er nicht sagen. Publicirt dem 24. Octob. vnd deßen Abschrifft zu ertheilen consentirt worden. Aus dem Ratsprotokollbuche von 1639-1647, S. 292v-294. 149. 1649 Oktober 27. Zwei Egerer Bürger machen vor dem Rate zu Komotau Ansprüche auf die Forderung der Erben des Juden Lazarus Aron zu Lichtenstadt gegen die Stadtgemeinde Komotau geltend. H. Ulrich Beyer nebenst H. Johan Mußel von Eger seindt nebenst deß abgeleibten Lazari Aron Juden von der Lichtenstadt beedten Aydmanneren nahmenß Joachim N. vndt Jacob N. wegen dero zusambt bey 191