Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 7 (1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- – (sequence 116)
- Language
- German
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56 e. Der Rat an die Frau des Lazar Arm: Empfang ihres Schreibens; Zahlung ist gegenwärtig nicht möglich. An die Aronin: Vnsern günstigen Grueß vnd alles Guets hinwiederumb beuor. Erbare vnd tugentsambe Frau Aronin. Ihr Schreiben haben wier zue Recht empfangen vnd wiesen vor dißmal mit keinen Geldt auffzuekomben, wie wier dann jüngsten durch den H. Johann Singer Ihren H. zuegeschrieben, daß vnß iezo nicht müglichen sey, mit Geldt auffzuekomben, vnd gebetten, sich ferner mit vnß zue geduldten. Vnd do wier gleich iezo waß von Geldt schicken wolten, so ist ebenßfallß, ja Gott weiß es, kein Mittel vorhandten. Bitten derowegen, keinen Vngefallen zue haben, es solle ein andermahl desto beßer einbracht werden. Dieses derselben wier frdl. Wiederandwordt nebenst Empfehlung gottl. Gn. vnß allerseits nit verhalten wollen. Den 29. Juny 1638. 56f. Der Rat an Lazar Aron: Empfang seines Schreibens; auch den anderen Gläubigern der Stadt können Zinsen nicht bezahlt werden; Hinweis auf die große Dürre; Bitte um Geduld. An Lasarum Aron: Vnnsere freundliche Grueß vndt Dienste sambt Wünschung von dem Allmechtigen alles gueten Wohlergehens beuor. Ehrnuest vnd wohlgeachter innsonders günstiger H. vnd Freundt. Deßselben Schreiben haben wier zue Recht empfangen vnd darauß vernomben. Hetten zwar verhoffet, derselbe wurde vff vnsere Intercession demH. Joh. Singer benimbte Geldter wegen der Heroldischen Waysen gewarttet haben, weil es aber nicht sein kan, haben wier solches des weilandt Eliae Herolds Waysen geordneten Vormündern vorhalten laßen, welche dann sehen wollen, damit sie ihren Termin einhalten können. Anlangendt, daß der Herr setzet, wier andern vnsern Creditoribus Interesse abführten vnd Ihme nicht, derowegen es dem H. nicht wenig wunder nehme, dieses nun zue beandwortten, wehre vnß lieb. Wann es in vnsern Vermögen, daß wir andern Interesse abgeführt, so wurde es dem Herren gewieß auch beschehen sein, sindemahlen dem H. wohl wießent, daß wegen groser Dürr allhier ein vberauß groser Müeßwachs vnd wenig der lieben Erdtfrücht zue hoffen. Verhoffen derowegen nach, wie wir dann freundlich bitten, der H. werde mit vnß nach ferner der Interesse halber günstig in Geduld zue stehen großgünstig belieben laßen, sondern nochmals vnser gueter Freundt sein vnd verbleiben. Wir seindt erböttig, dem Her. inkünfftig, sobald nur Gott helffen wirdt, mit Danck der 113