Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 7 (1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- – (sequence 71)
- Language
- German
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diser ist, gnedige Herrn, gar ein armer altter Teuffei, hat nichts Aigens, den muß seine Tochter ernehren. Dieweiln aber der Landtagsbeschluß die armen Juden nit außschleust, filweniger die armen Christen, hat mir annderst nit gebüeren wollen, dan den Juden zu der aufgelegten Steuern anzuhalten. Da nun E. G. dem Juden eine Gnadt erzeigen und ime ford der Steuern befreien wollen, wirdt zu E. G. gnedigen Willen gestellet, und, wie ich mich ferner gegen ime verhaltten solle, mich dessen gnedig bescheiden. So E. G. ich in Gehorsamb berichten sollen. Thue mich derselben zu Gnadt und Gunsten beuehlen. Datum Commuthau den 13. February im 98. E. G. vnderwilliger Hanns Zetlberger von Zetlbergk. Aus dem Kammerberichtsbucfie von 1597—1598, S. 214r-215v. 10. 1600 Jänner 4. Bericht über Abgaben der Juden der Herrschaft Rothenhaus durch den Hauptmann der Herrschaft Komotau-Rothenhaus. An die Herrn Cammerräthe. Wolgeborne Herrn Herrn, edle gestrenge Ritter, gnedige vnd gebitende Herrn, E. G. sind mein gehorsam vnderwillige Dinst jderzeit zuuorn. Gnedige Herrn. E. G. Beuelich sub dato den 7. Decembris des verflosenen 99ten wegen der Juden habe ich zu Recht empfangen vnd Inhaltts vernommen. Darauff sol E. G. ich in Gehorsam berichten, das Herr Herr Georg von Lobkowicz den Juden, Käs vnd Butter, souil dessen bey dieser Herrschafft gesamlet, vmb hoch vnd teuer Geld anzunemmen vnd zu bezalen auffgedrungen worden, dieweilen es aber dauon abkam, ist den Juden a. 93 auffgelegt worden, daß ein jder gesesener Jud jerlichen ein halb Ib. Saffran zinsen, doch demselben das lb p. 15 Sch. bezalen sollen. Anno 94 haben die Juden an ihr Mt. derowegen supliciret, ist aber dis Jhar kein Bescheid darauff erfolget, sondern eingestalt worden. Anno 95 vnderm dato den 20. Ap. ist von E. G. dem Juden ein Beuelich erteilt worden, welcher in der Feuersbrunst vordarben vnd in der Registeratur uns ausgesucht worden, darin erlassen E. G. ein jeden gesesenen Juden % lb Saffran, das sie an Saffran nit mehres jeden jerlichen % lb zinsen soll, dabey ist es vorblieben. Weilen aber von der Zeit der Saffran (ab)genommen vnd nit teuer das lb als p. 10 Sch. können vorkaufft werden, haben die Renteinemer von anno 95, 96, 97, 98, dieweilen der Saffran nit hoher geltten, in diesem Werdt von den Juden bezalt genomen. Ob nun, gnedige Herrn, E. G. die Juden ferner dabey 68