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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1934-01-01 · 6 (1934) · page 482

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
6 (1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 482)
Language
German
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IRI
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bares Dach. Diese „polnische Attika", wie sie Gurlitt nennt, ist bei den massiven Synagogen Polens (Zolkiew, Luck usw.) auch dort wiederholt worden, wo sie nicht statischen Zwecken diente, sondern fortifikatorischen, wobei man das Dach tiefer legte und von hier aus die Schießscharten in der Attika bedienen konnte. Solche Attiken polnischer Art sind auch bei der Marienkirche in Danzig und selbst bei Privathäusern der Piastenstädte Schlesiens vorhanden. 15 Auch die gotischen Synagogen in Fürth und Erfurt haben durch Unverstand völlig ihr altes Gepräge verloren; aber logischer in konstruktiver Hinsicht. 16 Abkürzung für Moses Isseries, gestorben 1572 in Krakau, hervorragender Schriftgelehrter und Kommentator. Der Name, dessen Endsilbe an Prager Familiennamen erinnert, findet sich in theresianischer Zeit in Prag. Der kleine Junge, der, auf der Fahne der Altneusynagoge stehend, im bekannten Stiche des Festzuges von 1741 abgebildet erscheint, ist dort mit dem Namen J. angegeben. *7 Abgebildet und historisch gewürdigt bei Grotte: Synagogentypen, Berlin 1915; ebenso bei Balaban. 18 Das gleiche konnte der Verfasser in seiner Arbeit über die alten Judenfriedhöfe in Breslau und Dyhernfurth an zahlreichen Beispielen nachweisen. 19 Grotte: „Werkstücke älterer, verschollener Monumentalbauten als Grabsteine." (Zentralbl. d. Bauverwaltung, Preuß. Minist. Ztschr. 1916/70.) Am Friedhof zu Posen fand der Verfasser zahlreiche Werkstücke von Bauten des vierzehnten bis sechzehnten Jahrhunderts, die auf der Rückseite Grabinschriften jüngeren Datums tragen. Man hatte diese Stücke nach dem Abbruch zu Grabsteinen verwendet; so kostbar erschien hier das Sandsteinmaterial. Selbst rohe Findlingssteine wurden benutzt. Abb. auch in Grotte: Das Bürgerhaus im Posener Lande (1932). 469

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