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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1934-01-01 · 6 (1934) · page 461

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
6 (1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 461)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644315--2865-2647211
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Sackleinwand k 7 kr., um 3 fl. weißer Leoner Borte, um 5 fl. verschiedener Kamelhaarstoff, gelb und weiße Leoner Bortenspitzen um 1 fl. 30 kr., verschiedene Messingknöpfe und Kamelhaarknöpfe um 4 fl. Die Nachlaßaktiva betrugen insgesamt 1125 fl. 42% kr., die Forderungen 75 fl. 25 kr., die Passiva nur 472 fl. 48 kr. Die Begräbniskosten betrugen: dem Rabbiner Pfau für die Gebete beim Begräbnis 2 fl., für die Ausrichtung des Begräbnisses dem Em. Wehle 14 fl., dem Moses Tobias für 12 Ellen Leinwand zum Begräbnis 6 fl.; der Chirurg Prokop verlangte an Heilkosten 9 fl. Nach dem im Jahre 1783 verstorbenen Juden Juda Buntzel verblieb: an Bargeld 50 fl., Forderungen 150 fl., 12 Paar silberne Löffel, 6 Paar silberne Messer, ein Pokal und 4 goldene Fingerringe, eine Taschenuhr und silberne Schließen, alles zusammen im Werte von 128 fl. Ferner um 50 fl. Gefäße aus Kupfer, um 40 fl. Gefäße aus Zinn, um 60 fl. große und kleine Betten, um 80 fl. Kleidung, um 50 fl. Messingsachen, um 40 fl. Holzgeräte, um 40 fl. hebräische Bücher. Außerdem gehörte ihm ein halbes Haus in der Prager Judenstadt im Werte von 1000 fl. In der jüdischen Trauungsmatrik, die seit dem Jahre 1788 geführt wurde ,4 finden sich sämtliche Trauungen eingetragen, die in der Jitschiner Synagoge bis zum Jahre 1848 stattgefunden haben, also auch Trauungen von Juden, die nicht in Jitschin wohnhaft waren, und auch einige Trauungen, die in den Synagogen zu Turnau, Podebrad u. a. stattgefunden hatten. Angeführt ist stets das Datum der Eheschließung, der Name des Bräutigams und dessen Eltern, ihr Beruf und Wohnort (bei der Mutter auch der Name, der Beruf und Wohnort ihrer Eltern), die Namen der Zeugen und manchmal auch der Name des Rabbiners. Bei vornehmeren Hochzeiten fungierte nicht selten der Kreisrabbiner (z. B. David Levit aus Hofitz). Über die Größe und Anordnung der einzelnen Räumlichkeiten in den Judenhäusern gewähren die amtlichen Abschätzungen Aufschluß. Im Jahre 1795 wurde das Haus NC III. des Joachim Petschoschel auf 750 fl. geschätzt, die Bedachung in gutem Zustande auf 230 fl. Das Haus war einstöckig. Im Stockwerk befand sich eine Stube, 10 Ellen 6 Zoll lang und 10 Ellen breit, daneben eine kleinere Stube 6% Ellen lang, 4 Ellen breit, unbeheizbar. Ferner war da eine gewölbte Küche, 6 Ellen lang und 4 Ellen 9 Zoll breit, ein Vorzimmer, 18 Ellen lang, 81/* Ellen breit, von dem eine gemauerte Kammer 9 Ellen in die Länge und 1 Elle 15 Zoll in die Breite einnahm. Der Keller maß 7x6 Ellen. Auf dem Hofe war eine hölzerne Kammer. Nur in Ausnahmefällen und unter Schwierigkeiten konnte ein Jude von einem Christen ein Haus zum Betrieb eines Geschäftes vermietet 450

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