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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1934-01-01 · 6 (1934) · page 434

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
6 (1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 434)
Language
German
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IRI
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20. Brief von Josef Rank.™ Lieber Freund! Ich habe Dir mitten im Trubel von Arbeiten aus dem bloßen Drange, Dir gefällig zu sein, einige Kleinigkeiten für das „Album der Erinnerungen" geschickt und fange denn doch an, die Sendung zu bedauern. Die Sachen sind wirklich zu klein und unbedeutend, um in einem Jahrbuch Platz zu finden, daher wirst Du mich verbinden, wenn Du dieselben an mich zurückgehen ließest. Für nächstes Jahr läßt sich ja Würdigeres bieten und wir fahren alle besser dabei .80 Mit Gruß Dein Josef Rank. Weimar, 8. Okt. 1856. 21. Zwei Briefe von Leopold Kompertfi* Lieber Freund!82 Ihrer freundlichen Einladung, mich an dem von Ihnen herausgegebenen Album zu beteiligen, werde ich entsprechen, da ich ein wahrer Bär wäre, wenn ich so vielen Schmeicheleien von Seiten eines Freundes und einer Verlagshandlung ein starres Nein! entgegensetzen wollte. Ich werde Ihnen wahrscheinlich eine Novelle schreiben, und hoffe diese bis 1. September abliefern zu können. Jedenfalls erhalten Sie etwas .83 Mit dem Honorar wollen wir dann beide schon fertig werden. Empfehlen Sie mich, lieber Freund, gütigst der Verlagshandlung und seien Sie herzlichst gegrüßt von Ihrem ergebenen L. Kompert Wien, 5. Mai 1860 Lieber alter Freund! Empfangen Sie meinen herzlichsten und innigsten Dank für die überaus wohlwollende und freundschaftliche Weise, mit der Sie sich meiner letzten „Geschichten" annahmen .84 Wenn mich etwas seit langer Zeit so recht und voll in innerster Seele gefreut hat, so war es Ihre Anerkennung, noch mehr aber Ihr Schreiben, das dem: quod demonstrandum erat erst die rechte Folie gibt . Denn ein Urteil aus Ihrer Feder, dieser ewig bewegten, Hohes und Tiefes, Hartes und Mildes, Ernst und Scherz mit gleichem Talente ergründenden Feder mußte für mich einen umso erhöhten Wert haben, als Sie selbst in dem Gebiete meiner Gestalten ein verständnisreicher Meister sind. Zeuge dafür sind mir einige Szenen und Figuren in „Hertzel",85 die ich erst in diesen Tagen mit großer Befriedigung las. Der vortreffliche Herr Hollub zeigt, daß Sie ein „Mehrer des Reiches" - der Gestalten sind. Von Ihrem freundlichen Anerbieten, für Westermanns Blätter etwas über mich zu bringen, würde ich dankbarst Gebrauch machen. Tun Sie in dieser Beziehung, liebster Freund, was Ihnen gut dünkt. Ihrem Wunsche gemäß sende ich Ihnen meinen „Pflug",86 mein bestes, aber auch mein schlechtestes Werk! Gewisse Dinge, Grundideen sind darin gut. Das kann ich selbst sagen, aber die Stimmung ist eine krankhafte und falsche und fast begreife ich es jetzt nach fünf Jahren! nicht, wie das Verhältnis Eliehs zur Richtertochter aus meinen Fingern kommen konnte. Warum schrieben Sie mir sonst keine Personalia, die Sie und Ihr schriftstellerisches Leben betreffen? Nochmals Dank, liebster guter Freund, und die Versicherung, daß ich den Liebesdienst, den Sie mir erwiesen, nie und niemals vergessen werde. 423

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