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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1934-01-01 · 6 (1934) · page 409

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
6 (1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 409)
Language
German
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IRI
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2. Autobiographie Ilß Name: (Tauf- und Zuname) Siegfried Kapper Geburtsort Geburtsdatum Geburtsjahr Frühere Beschäftigung und gegenwärtiger Charakter Angabe der Geistesprodukte in allen Wissenschafts- und Kunstfächern . (Bei den etwaigen Manuskripten bitte dieses dabei zu bemerken). Name der Personen und des Ortes, wo sich Gemälde oder Zeichnungen Ihrer Hand befinden. Smichov Vorstadt von Prag 21. Merz 1821 von israelitischen Eltern 1821 Dr. der Mediein und praktischer Arzt in Wien. Erste Erziehung vom Vater. 1827 deutsche Schulen am Smichov. 1828 und 29 in einer Privaterziehungsanstalt, 1830, 31, 32, 33, 34, 35 Gymnasium auf der Kleinseite zu Prag. 1836 in die Philosophie . 1837 und 1838 absolvierte ich Philosophie. 1839 pausierte ich mit Privatunterricht von Kindern. 1840 wurde ich nebenbei geprüfter öffentlicher Lehrer von 4 Normalschulklassen. 1841—m Medizin in Wien. 18424 am 2. Jänner Doktor 1. Mai 1847 nach Carlstadt 20. Febr. 1848 nach Wien zurück. 13. Merz im Landhaussaale (siehe Sonntagsblätter Merz 1848). 1838 bis 1848 zerstreute Gedichte und Prosa meist mit der Tendenz das Slaventum den Deutschen bekannter zu machen. Daher slavische Sprachstudien. Ich verstehe und lese alle slavischen Mundarten. Studierte insbesondere slavische Volkslieder aller Stämme. Daraus entstanden als Frucht die „Slavischen Melodien", die 1844 bei Einhorn in Leipzig erschienen . Endlich, von dem Wunsche geleitet, den Israeliten, die in cechischen Bezirken wohnen, die nationalen Elemente zu nähern, betrieb ich mit die Übersetzung der israelitischen Ritualgebete ins Böhmische und schrieb selbst einen Band böhmischer Gedichte, „Ceske" listy" betitelt, die 1846 in Prag bei Calve erschienen. In Croatien wurde ich mit der Geschichte und Heldenpoesie der Serben aufs innigste vertraut und schrieb daselbst den „Knez Lazar", dann den größten Teil der „Befreiten Lieder'4 die 1848 in Wien bei Jasper, Hagel und Manz erschienen. Außerdem schrieb ich Medizinisches über die Constantinsquelle zu Gleichenberg, dann homöopathische Studien, welch letztere zum Teil in der österr. Zeitschrift für Homöopathie abgedruckt sind. Selbst theoretischer Musiker, schrieb ich folgende Opern: 1. Die Heimkehr des Verbannten für Otto Nicolai, 2. Virginia für Wänner5 in Fünfkirchen, 3. Philippine Welser für Josef Netzer. 398

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