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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1934-01-01 · 6 (1934) · page 180

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
6 (1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 180)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644315--2584-2646930
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Detailpläne vom Zentrum des Ghettos, insbesondere die Umgebung der Altneuschul und überhaupt das ganze Gebiet nach Norden zu von der späteren Josefstädterstraße an, fehlen. Auf den verbleibenden drei Teilplänen sind die Grundrisse der Häuser im südlichen Teile des Ghettos, südlich von der Pinkas-, Breiten- und Schwarzen Gasse (der späteren Josefstädterstraße) aufgezeichnet. Auf dem Plan Nr. III ist der östliche Teil dieses südlichen Ghettoabschnittes aufgezeichnet. Es ist dies der ausgedehnte, längliche Häuserblock, der nach Norden durch die Schwarze Gasse und einen Teil der Breiten Gasse, nach Osten durch die Geistgasse (hier endete der jüdische Block mit einem christlichen Hause, das auf dem Jütnerschen Plan die Nummer 904 trägt, auf unserem Plan jedoch keine Nummer hat), nach Süden durch die Würfelgasse, nach Westen durch die Meiselgasse, das Plätzchen vor der Meiselsynagoge und einen Teil der Dreibrunnengasse, später auch Meiselgasse genannt, begrenzt wird. Inmitten dieses Blockes ist das kleine Schammesgäßchen zu erblicken. In dem Blocke sind im ganzen 30 Häuser eingezeichnet. Ihre Nummern gehen von 6 (auf dem Plan sind die ersten 20 Nummern mit römischen Ziffern geschrieben) bis 20, und von 32 bis 38. Neun Häuser tragen keine Nummern. Eine Fortsetzung dieses Planes ist der kleinste der erhaltenen Teilpläne (Nr. IV) von fünf Häusern, mit denen die Judenstadt nach Süden über die Würfelgasse und auf der östlichen Seite der Dreibrunnengasse (der Fortsetzung der Meiselgasse) tief in den Block der Christenhäuser nördlich vom Altstädter Ring hineinreichte. Auf dem letzten der Teilpläne (Nr. V) ist eine Häusergruppe westlich von den im Plan Nr. III verzeichneten Häusern aufgezeichnet. Im Norden bildet seine Grenze die Breite Gasse (spätere Josefstädterstraße), im Osten die Meiselgasse und ein Teil der Dreibrunnengasse (gegenüber der Einmündimg der Würfelgasse), im Süden die Joachimsgasse und nach Westen die Goldene (später Enge) Gasse. Man sieht da den Grundriß der bekannten Meiselsynagoge (sie trägt auf unserem Plane die Nummer 46) und vor ihr einen kleinen Platz. Außerdem ist auf dem Plane eine Häuserreihe auf der südlichen Seite der Joachimsgasse verzeichnet, die die nördliche Seite des Häuserblocks beim Heiligen Nikolaus bildet. Auf dem Plane sind es im ganzen 34 Häuser mit den Nummern 39-72. Auf allen fünf Teilplänen mit den genauen Grundrissen von 155 jüdischen Häusern können wir erkennen, wie für den Aufbau der Häuser und Wohnungen in der neugebauten Judenstadt vorgesorgt war. Es erübrigt sich nur, zu betonen, daß die Bau- und Wohnverhältnisse, wie sie sich durch das behördliche Eingreifen nach dem Brande vom Jahre 1754 herausgebildet hatten, die Grundlage waren für die weitere bauliche Entwicklung des Prager Ghettos bis zu dessen Auflassung. Alle Prager Pläne 169

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