Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 6 (1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 173)
- Language
- German
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Der größte dieser Teilpläne (Nr. I) enthält die Grundrisse der Häuser im nördlichen Teil des Ghettos. Da ist vor allem der Block der Häuser zwischen Zigeuner- und Rabbinergasse, der sich nach Norden zu verengt, bis beide Gassen sich vereinigen. Der südliche Rand dieses Häuserblocks, der bis zur Quergasse, der Neuen Postgasse, reichte, fehlt. Auf unserer Skizze ist dieser Häuserblock, wenn wir vom Norden, von der Stelle, wo sich die Zigeuner- und Rabbinergasse vereinigen, nach Süden fortschreiten, bis hinter die Zigeunersynagoge eingezeichnet (sie hat auf dem Plan die Nr. 259, neu Nr. 178). Dieser Häuserblock wird nördlich der Zigeunersynagoge von der krummen und ungleich breiten Schlächtergasse fast senkrecht überschnitten. In der gleichen Breite, von Norden nach Süden gemessen, schreitet unser Plan über die Rabbinergasse nach Westen bis zum westlichen Rande des Ghettos an der Moldaubiegung fort. Hier sind eine von der Rabbiner- und Veilchengasse umgrenzte Häusergruppe, ferner die Häuser zwischen der Veilchen- und der Neuen Gasse, die nach Westen zu von der späteren Ufergasse begrenzt werden, zu sehen. Westlich von dieser Gasse erblicken wir zur Moldaubiegung vorgeschoben, noch zwei große Häuser (die auf dem Plan die Nr. 167 und 168 tragen). Auf diesem Plan sind, nach den auf ihm angegebenen Nummern gerechnet, im ganzen fünfzig Häuser eingezeichnet. Es sind dies die Nummern 164-169, 202-240 und 256-262. Der nächste Teilplan (Nr. II) schließt sich an den vorigen an und bildet dessen Fortsetzung nach Osten. Es sind auf ihm drei voneinander getrennte Häusergruppen zu sehen. Die westliche ist nach Westen zu durch die Zigeunergasse begrenzt, deren rechte Seite (von Süden aus gesehen) auf dem Plan eingezeichnet ist. Gegen Osten waren diese Häuser jenen um die Kirche zum Heiligen Geist benachbart, die auf dem Plan nicht verzeichnet sind. Eine zweite Gruppe von Häusern befindet sich nördlich von diesen christlichen Häusern und ist von der Geistgasse und der jüdischen Schebbkesgasse, die später auch Schlächtergasse genannt wurde, umschlossen. Diese Häuser waren ein Teil des umfangreichen Blocks christlicher Häuser zwischen der Zigeuner-, Schebbkes- und Geistgasse und dem Johannsplatz. Ganz vereinsamt ist der dritte Block, eine jüdische Enklave um die Alte Synagoge herum (ihr Grundriß trägt auf dem Plan die Nr. 342), begrenzt im Westen von der Geistgasse, im Süden von der Stockhausgasse und nach Norden von der östlichen Fortsetzung der blind endenden Schebbkesgasse. In dem Plan ist auch ein enges Gäßchen bei der Alten Schule (Altschulgasse) verzeichnet. Der Plan enthält die Grundrisse von 36 Häusern, deren Nummern sich zwischen 263 und 278 bewegen (für beide Blocks, die zur Zigeunergasse gekehrt sind) und zwischen 341-370 für die Häusergruppe um die Alte Synagoge herum, wobei auch der Friedhof bei der Alten Synagoge eine Nummer trägt. 168