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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1934-01-01 · 6 (1934) · page 77

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Tomek, Dejepis mesta Prahy IL, S. 515. Bondy-Dworsktf IL, Nr. 1120, S. 891, drucken noch den auf die „Studentenquartiere in der Judengasse" bezüglichen Bericht aus Wenzel Häjeks von Liboöan Kronika ceskä [Böhmische Chronik] ab, nach welchem Karl IV. die Juden aus Prag entfernt und die Judenhäuser den Studenten als Quartiere angewiesen habe. Über Hdjek und seine Böhmische Chronik sowie ihren Wert als böhmische Geschichtsquelle vgl. Samuel Steinherz, Die Einwanderung der Juden in Böhmen, in der Festgabe der Loge Praga des Ordens B'nai B'rith zum Gedenktage ihres 25jährigen Bestandes: „Die Juden in Prag, Bilder aus ihrer tausendjährigen Geschichte", Prag 1927, S. 8 ff. und 44f.; vgl. auch Solomon Hugo Lieben, Besprechung von Bondy-Dworsk^ in MGWJ. 50 (1906), S. 631. - Benessii de Weitmil Chronicon ecclesiae Pragensis, Scriptores rerum Bohemicarum Tom. IL, Pragae 1784, pag. 351, ad annum 1348: „Dominus vero Karolus videns, quod Studium huiusmodi notabiliter et laudabiliter augebatur, donavit scolaribus domos Judaeorum, et instituit in eisdem collegium magistrorum, qui singulis diebus actu legerent et disputarent". 7 David J. Podiebrad, Altertümer der Prager Josefstadt, 3. Aufl., herausgeg. von Benedikt Foges, Prag 1870, S. 10; K. Spiegel, Vom Karolinum, ein Beitrag zur Geschichte der Prager Universität; Sonderdruck aus dem 71. Jahresbericht der Lese- und Redehalle der deutschen Studenten in Prag, Prag 1923, S. 6. 8 Vgl. Leopold Löwenstein, Geschichte der Juden in der Kurpfalz, Frankfurt am Main 1895, S. 16ff.; M. Wiener, Geschichte der Juden in Speyer, MGWJ. 12 (1863), S. 419 und Anm. 96. 9 Samuel Krauss, Die Wiener Geserah vom Jahre 1421, Wien und Leipzig 1920, S. 124 ff. *o Wiener, a. a. O., S. 420, Anm. 96; Ludwig Geiger, Geschichte der Juden in Berlin, 2. Bd., Berlin 1871, S. 4.; Louis Lewin, JJLG. 14 (1921), S. 228 und Anm. 1. 11 Vgl. über die Umwandlung von Synagogen in Kirchen G. Wolf, Studien zur Jubelfeier, S. 23. Ii. WISSENSCHAFTSPFLEGE IN DER PRAGER JUDENSTADT *2 Über Bildungswesen und Wissenschaffcspflege bei den Juden in Deutschland während des Mittelalters unterrichten im allgemeinen und am besten noch immer die ausgezeichneten, grundlegenden drei Werke von Moritz Güdemann t 1. Geschichte des Erziehungswesens und der Kultur der Juden in Frankreich und Deutschland von der Begründung der jüdischen Wissenschaft in diesen Ländern bis zur Vertreibung der Juden aus Frankreich, zehntes bis vierzehntes Jahrhundert> Wien 1880 [im folgenden zitiert: Güdemann I.]; dazu David Kaufmann, Göttingische Gelehrte Anzeigen 1881, S. 1640 ff. und David Kaufmann, Gesammelte Schriften 2, Frankfurt am Main 1910, S. 203 ff.; Isidore Loeb, REJ. 2 (1881), S. 158 ff.; 2. Geschichte des Erziehungswesens und der Kultur der Juden in Deutschland während des vierzehnten und fünfzehnten Jahrhunderts, Wien 1888 [zitiert: Güdemann III.]. 3. Quellenschriften zur Geschichte des Unterrichts und der Erziehung bei den deutschen Juden, von den ältesten Zeiten bis auf Mendelssohn, Berlin 1891 [zitiert: Güdemann, Quellenschriften]. Auf diesem Werke beruht auch das darüber nicht hinausgediehene Buch von B.Strassburger, Geschichte der Erziehung und des Unterrichts bei den Israeliten von der vortalmudischen Zeit bis auf die Gegenwart, Stuttgart 1885. Die Geschichte des Bildungswesens der Juden ist erst in neuester Zeit wieder, und zwar für einzelne jüdische Gemeinden bearbeitet worden. Besondere Hervorhebung, auch wegen der verschiedenen Beziehungen zu Prag, verdient die schöne Arbeit von Solomon Adler, Die Entwicklung des Schulwesens der Juden zu Frankfurt am Main bis zur Emanzipation, JJLG. 18 (1927), S. 143 ff. und 19 (1928), S. 237 ff. Sie behandelt nicht nur die Entwicklung 72

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