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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1933-01-01 · 5 (1933) · page 426

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
5 (1933)
Date
1933-01-01
Page
– (sequence 426)
Language
German
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IRI
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des Nizzachon ein Zeichen dankbaren Gedenkens gesetzt worden in Amerika. Eine Doktordissertation in hebräischer Sprache, die von der Universität in Philadelphia angenommen wurde, hat den Vergessenen ausgegraben und im stattlichen Bande auch dessen Sefer Haeschkol nebst der kleinen Schrift über die Andacht beim Gebete erstmalig herausgebracht. Soviel über den Verfasser, dem wir nun das Wort überlassen zu seinem Berichte über die Religionsdisputation mit dem Renegaten Peter: „Verherrlicht sei der Name des Königs aller Könige, der mir geholfen hat, meine Gedanken zu den 24 Büchern der heiligen Schrift niederzulegen, zur Erstarkung unseres Glaubens und zur Widerlegung unserer Widersacher und ihrer christologischen Schriftdeutung. Dank und Lob seien die Worte meiner Lippen angesichts des großen Unheils, das uns getroffen hat. Am 4. Tage des Monates Elul im Jahre 5159 (1399) wurden wir zur Bekehrung gezwungen. Zu diesem Zwecke kam zu uns der Ketzer Pesach, der als Apostat den Namen Peter führte und predigte lügenhaftes Zeug über uns, ohne zu bedenken, daß sein Erfolg null und nichtig sein wird. Auf ihn ist das Psalmwort12 zu beziehen: ,Der Frevel spricht im Innern des Frevlers, Gottesfurcht ist nicht bei ihm.' Um die erregte Volksseele zu beruhigen, wurde ich genötigt, auf seine Ketzereien zu erwidern. ,Der Gott meines Vaters war meine Hilfe und rettete mich vor dem Schwerte' des Aufruhrs.13 Das sind die Worte des Frevlers. Er schließt sich selbst aus aus unserer Gemeinschaft und wird zum Ketzer, wenn er spricht: Ihr betet in dem Schlußgebet, daß die andern Eitles und Nichtiges anbeten. Der Zahlenwert in ,und Nichtiges' entspricht aber dem Zahlenwert in dem Worte Jesu (p^H W). Dann saget ihr: Und sie beten zu einem, der nicht helfen kann. Endlich sprechet ihr im Gebete, daß die Greuel von der Erde schwinden und die Götzen vernichtet werden mögen. Soweit seine eigenen Worte. Darauf antwortete ich: Du wirst doch zugeben, daß die Figuren aus Holz und Stein, die ihr anbetet, nur Symbole sind und nichts wesentliches bedeuten. Auch wirst du zugeben, daß es Frauen, Kinder und einfache Leute vom Dorfe gibt, die nicht wissen, daß die Figuren nur Symbole sind und glauben, daß sie in Wirklichkeit eure Gottheit sind. Und er mußte mir beipflichten. Dann fuhr ich fort: Du hast alle Stellen aus dem Schlußgebet vorgebracht, die du beanstanden zu müssen glaubtest. Nun, wir beten nicht: Uns obliegt es, den Herrn des Alls zu preisen, weil er uns nicht gemacht hat wie die Völker. Vielmehr heißt es da: Uns obliegt es, den Herrn des Alls zu preisen, weil er uns nicht gemacht hat wie die Völker der verschiedenen Länder, und weil 3 431

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