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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1933-01-01 · 5 (1933) · page 415

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
5 (1933)
Date
1933-01-01
Page
– (sequence 415)
Language
German
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IRI
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vom 23. Jänner 1806 ebenda. Vorsteher der Judengemeinde waren damals: Markus Salomon Eydlitz, Wolf Moscheies, M. Jurist und Markus Dormitzer. 8 Der Magistrat an das Gubernium, 4. März 1806, ebenda. In der Christenstadt wohnten damals folgende 14 Großhandelsleute: Moritz Zdekauer, Mich. Keil, Abraham Lederer, Balthasar Lederer, Koppelmann und Beer Porges, Sem Simon Neustadt 1, Isaak Schmelkes, Moises Jerusalem, Sim. Lämel, Salomon Przibram, Israel Abraham Löwi, Jonas Fürth und Jonas Porges, Gottl. Joss. Bei jedem Namen ist im Verzeichnis Datum und Geschäftszahl des betreffenden Gubernialkonsenses zum Betriebe des Großhandels angeführt. 6 Petition an den Kaiser v. 10. März 1806 mit 25 Unterschriften und die Bezugsakten in Sign. 13/3. 10 Die Formulare enthalten die Rubriken: Konskriptionsnummer, Anzahl der Familien, Name und Zuname, wohin schutzuntertänig, bewohnt wieviel Zimmer, Kammern, Keller, Küchen, Anmerkung. Diese ausführliche Ghettokonskription erliegt in Camerale 1806-1815, Fasz. 13/3. Das Verzeichnis der Einwohner der Judenstadt (NC. 1-278) vom 30. X. 1811, vgl. im AMP. 11 Einige größere Häuser der damaligen Judenstadt: NC. 12 176 Einw., NC. 223 162 Einw., NC. 207 160 Einw., NC. 192 116 Einw., NC. 30 91 Einw., NC. 124 67 Einw., NC. 6 57 Einw. usw. 12 Der Situationsplan des Judenfriedhofs, gezeichnet vom Baumeister Alois Palliardi, ist in der Sign. 13/3 erhalten (nunmehr in der Sammlung der Karten und Pläne, Inv. Nr. 1679). Der Friedhof erscheint auf dem Plane in drei Teile geteilt. A: der damals benützte Friedhof; B: die unbenützte Reserve; C: die Abteilung für unbeschnittene Kinder. 13 Den Judenbezirk unter der neuen Schnur vgl. auf dem beigeschlossenen Plan. Es waren folgende Konskriptionsnummern in der Gasse bei den Barmherzigen : NC. 847-852, in der Ziegengasse: NC. 853, auf dem Johannisplatz NC. 868-871, 873-877, 884-885, auf dem Salniterplatz NC. 872, in der Salnitergasse NC. 878-881. Vgl. die Konskriptionen, AMP, 1840-44, Sign. E 188/2a. 14 Das Verzeichnis enthält das Stadtviertel, die Konskriptionsnummer, den Namen des jüdischen Handelsmannes und in der Anmerkung nähere Aufklärung über die besagten Geschäftsräume (Sign. 13/3). 15 Die Konskriptionen vom September 1811 vgl. im AMP. - In der Christenstadt sollten folgende Großhandelsleute verbleiben: Abraham Lederer, Eman. Lemmel, Balthasar Lederer, Michael Keil, Jonas Fürth und Salomon Schmelkes; die Fabrikanten: Koppelmann Porges, Salomon Porges, Simon Brandeis, Ephraim Epstein und Herrschmann Schwabach. In verbotenen Gassen wohnten und sollten daher übersiedeln: die Großhandelsleute Moriz Zdekauer, Israel Lewy, Jonas Porges, Simon Lemmel, Simon Wehle, Markus Dornitzer, Josef und Simon Dormitz, Beermann Porges; die Fabrikanten Abraham Lippmann, Josef Gunst und Aaron Zdekauer. 16 Zu Beginn des 19. Jhdt. war die eigentliche Judenstadt von der Christenstadt durch sieben Tore abgeschlossen, die nach dem verheerenden Ghettobrande v. J. 1689 erneuert worden waren. Es waren: 1. das Pinkastor bei der Pinkasschule hinter der St.-Valentin-Kirche zwischen den Häusern NC. 55/1 und 9/V; 2. das Altschultor bei der Neuen Schule (NC. 113) zwischen der ehemaligen Breiten (JosefStädter) und Schwarzen Gasse, zwischen den Häusern NC. 115 und 124/V; 3. das Guldentor bei der Meislschule in der Engen Gasse, zwischen den Häusern NC. 55/V und 62; 4. das Platztor hinter der St.-Niklas-Kirche, etwa in demMeislgäßchen (Hintere Dreibrunnengasse), beim Hause NC. 25/V, hinter NC. 71/V; 5. das Tor bei der St.-Salvator-Kirche bei den Bassewihäusern; 6. das Pachtasche Tor am Ende der Rabbinergasse, beim Hause NC. 884/1 und 7. das Gumperltor, dem Moldauufer gegenüber, zwischen NC. 214 und 230/V (vgl. den Plan der Judenstadt von Andr. Bernh. Clauser v. J. 1690 im Archiv des Min. L, den Jüttnerschen Plan von Prag v. J. 1811, Teige in Ottüv Slovni'k naucn^ XX, und Vojtisek: O rozsifeni Zidovskeho mesta, 1. c. S. 32). Diese Tore waren vermutlich größtenteils 420 108

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