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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1933-01-01 · 5 (1933) · page 412

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Anmerkungen i. DIE VERHANDLUNGEN ÜBER DIE REVISION DES JÜDISCHEN SYSTEMAL- PATENTES VOM JAHRE 1797 1 Diese Studie ist auf Grund der Amtsakten des Prager Guberniums gearbeitet, die im Archiv des Min. I. in Prag erliegen, Sign.: Camerale 1826-1835, Fase. 13/1. 2 Im Jahre 1820 gab es in Böhmen folgende Rabbiner: Kreisrabbiner (in der Klammer ihr Wohnsitz): für den Königgrätzer und Bidschower Kreis: David Löwit (Hofitz); für den Chrudimer Kreis: Elias Chlumetzer (Hermannmästetz); für den Caslauer Kreis: Samuel Brod (Polna); für den Taborer und Budweiser Kreis: Samuel Kauders (Kolodej); für den Prachiner Kreis: Isaak Spitz (Bfeznitz); für den Klattauer und Pilsner Kreis: Philipp Kohner (Schwihau); für den Elbogner und Saazer Kreis: Josef Lerner (Miecholup); für den Leitmeritzer Kreis: Isaias Löwy (Teplitz); für den Bunzlauer Kreis: Ezechiel Schlesinger (Jungbunzlau); für den Kaufimer Kreis: Lazar Karpeles (Lieben); für den Rakonitzer Kreis: Josef Eman. Deutsch (Raudnitz), insgesamt 11 Kreisrabbiner. - Ortsrabbiner: Im Taborer Kreis: Adam Schwarz (Tabor) und David Wurmfeld (Tutschap); im Klattauer Kreis: Friedmann Opper (Biowitz) und der Rabbiner in Neuern; im Pilsner Kreis: Josef Adler (Radnitz), LÖbl Wohl (Kuttenplan), Löwy Heins (Dürrmaul), Salomon Hartmann (Praschno-Augezd), Moises Spitz Tenowitz), Salomon Bandiner (Neu-Sedlischt); im Elbogner Kreis: Moises Pereies (Petschau), Jakob Löwit (Schönlinde); im Kauf imer Kreis: Wolf Low (Karolinental), Jonas Freund (Diwischau); im Berauner Kreis: Salomon Seckendorf (Litten), Juda Manheimer (Wottitz), Josef Kohn (Amschelberg); im Rakonitzer Kreis: Josef Elbogen (Smichow). Die Kreisrabbiner fungierten an ihrem Wohnsitz gleichzeitig als Ortsrabinner. 3 Die Rabbinergehälter betrugen: Polna 580 fl. W. W., Kolodej 550 fl. plus 200 fl., Bfeznitz 360 fl. C. M., Teplitz 370 fl., Raudnitz 400 fl., Tabor 200 fl., Tutschap 150 fl., Petschau 224 fl., Schönlinde 300 fl., Wotitz 138 fl. 4 In Böhmen bestanden i. J. 1820 folgende Judenschulen (außer der Prager Hauptschule): im Bidschower Kreis Bidschow und Hofitz; im Königgrätzer Kreis Nachod; im Caslauer Kreis Polna, Goltsch-Jenikau, Humpoletz; im Taborer Kreis Mischkowitz; im Prachiner Kreis Cichtitz, Sedletz, Dub, Wolin, Kundratitz, Chanowitz, Wlachobfezi, Kassejowitz, Mirotitz, Wodnian, Mirowitz, Langendorf, Nezdaschow; im Pilsner Kreis Kuniowitz, Labant, Neu-Sedlischt, Plaß, Praschno-Augezd, Reschohlau, Schönwald, Tenowitz; im Saazer Kreis Miecholup, Postelberg, Dobritschan; im Leitmeritzer Kreis Teplitz, Böhmisch- Leipa; im Bunzlauer Kreis Jungbunzlau; im Kauf imer Kreis Kolin, Lieben; im Berauner Kreis 9 Schulen, insgesamt nach den amtlichen Berichten 46 Schulen. 5 Konzept des Gubernialgutachtens vom 27. Dezember 1826, 76 Bogen stark, in der Sign. 13/1. Der Gubernialberatung wohnten bei: der Oberstburggraf Chotek, die Hofräte Böhm (Referent) und Aehrenthal, die Gubernialräte Kronenfels, Herget, Pötting, Seebald, Willmann, Talatzko, Nadherny, Margelik, Peche, Meisner, Janko, Hahnl. 6 Das erwähnte Gutachten v. J. 1813 ist in den erhaltenen Amtsakten noch nicht zum Vorschein gekommen, wir müssen uns daher inzwischen nur mit der Wiedergabe im Lichte Böhms begnügen. 7 Über diese Prager jüdische „Universität" will ich ausführlicher an andrer Stelle handeln. 8 Im Jahre 1819 kam es zu einem Stritt um den § 33 des Patentes v. J. 1797, demzufolge jene Rabbiner, die ohne Gubernialbewilligung ein jüdisches Brautpaar trauen würden, mit der Verweisung aus den österreichischen Erblanden bedroht wurden. Es zeigte sich damals, daß dieser Paragraph dem § 130 des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches widerspreche, bzw. dem § 252 des Straf- 105 417

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