Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 5 (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- – (sequence 132)
- Language
- German
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55 Dieses Lehrhaus unterstützte er noch von Frankfurt a. M. aus. Vgl. M« Horowitz, Frankfurter Rabbinen, Frankfurt a. M. 1883, II. T., S. 81, wo auch von Brodas Wohltätigkeit zu seinen Schülern und den Waisen die Rede ist. 66 Er war zur Hochzeit seines Sohnes Bernard Eskeles mit der Tochter Simson Wertheimers nach Wien gereist und kehrte jahrelang nicht zurück, er wurde dann mähr. Landesrabbiner mit dem Sitze in Nikolsburg, wo er 1718 starb. Gabriel Eskeles ist der Ahnherr der Wiener Familie Baron von Eskeles. 57 R. Elias war auch Predikant der Prager Judengemeinde und seit etwa 1700 Rabbiner in Tiktin (Tykocin); seine Stelle in Kolin übernahm R. Baruch Austerlitz, der auch das Prager Predigeramt mit ihm teilte. Seine Grabschrift ist veröffentlicht in Gal Ed Nr. 96. 58 Vgl. Orient, VI. Jahrg., 1845, S. 23ff. 59 Darüber berichtet: Tobias Jakobovits, Die Judenabzeichen in Böhmen. Jahrbuch GJÜ, III., 1932, S. 166 und 184, Note 56. 60 Genendel, Tochter des Elieser Lippmann Kohen, starb 1712 in Hannover. 61 Vgl. S. H. Lieben, David Oppenheim a. a. O. S. 15ff. 62 Er wurde 75 Jahre alt. Sein hinterlassenes Vermögen wurde auf mehr als 100.000 fl. geschätzt, wovon seine Erben 10.500 fl. als „Sterbegeld" bezahlen mußten (st. m. J 4/36 im Archiv ML). Seine Grabschrift ist im Gal Ed Nr. 65 abgedruckt. Eine Abbildung seines Grabmales bringt L. Jefabek, Der alte Prager Judenfriedhof, Prag 1903, zwischen S. 38 und 39. Die Bezeichnung „Wolf (ben Jechiel) Spira" zeigt jedoch, daß es Jefabek als das Grabmal seines Großvaters ansieht; es sollte richtig heißen: Wolf ben Simon Spira. 63 Seine Grabschrift ist abgedruckt von M. Horowitz a. a. O. S. 100. 64 Laut Kammerdekret wurde er am 27. Juli 1718 zum Vizeprimator bestellt. 66 Darüber heißt es wörtlich: „Auf seine Funktion zu gelangen bestehe solche eigentlich in deme, damit alles respectu des mosaischen Gesetzes und jüdischen Ceremonialien in einer wohl eigeschränkten Lebensart verbleibe und die widerspenstigen Juden durch die vom Landtrabbiner vor die Hand nehmende coercirung ad meliorem frugem gebracht, und also die Mißbräuche abgestellet, mithin alles in guter Ordnung erhalten, und was in denen jüdischen Landes-Gemeinden, dann zwischen Privat-Juden respectu sothamer jüdischen Ceremonien zu richten und zu schlichten vorfallet, stabiliret werde". 66 Der Wortlaut ist veröffentlicht im Orient, VI. Jahrg., 1745, S. 23ff. 67 Über die Differenz zwischen Oppenheim und M. Brandeis berichtet S. H. Lieben a. a. O. S. 17. 68 Am 3. August 1731 heiratete er Blümele, Tochter des Landessollizitators Benjamin Günzburg. Sein Vater unterschreibt sich: Noach ben Meir sei. Veit Noa starb 1756 in Prag. Hock-Kaufmann, S. 33. 69 Er war der scharfsinnigste Geist unter seinen jüdischen Zeitgenossen, wurde dann Rabbiner in Metz, später in Altona, Hamburg, Wansbeck, wo er 1767 starb. 70 Laut Dekret vom 15. April 1749 wurde er zum Schulrabbiner der Prager Klaus-Synagoge bestätigt, darin heißt es: „Es hätten bey einer hochlöbl. Kais. Königl. Deputaon. die jüdische Verwaltere der so genannten Clauss Schuel gehörst, angebracht, was massen nach deme dasige Schul Rabiner jederzeit versehen gewesen dermahlen aber diese Stelle vacirete, Sie mit Zuziehung etlich und Vierzig deren fürnehmsten Schuel gliedern den Prager Jüdischen interims Vorsteher Samuel Salomon Levi in ansehung, daß nicht allein dessen Großvatter (R. Wolf Wedeies) eben diese Rabbiners Funktion rühmlich vertretten, Sondern auch Er Samuel levi in oberdeutter Schuel zuverschiedenen mahlen die Ceremonien und gewöhnl. Predigen gehalten — ansonsten auch als ein Rabbiner in allen Gesetzen gelehrt und qualificirter Mann sey...". (Nr. 262 im Archiv JKG.). Er starb 1752, Gal Ed Nr. 86. Sein Sohn Wolf war Prager Oberjurist, vom Jahre 1753 Oberlandesrabbiner in Oethingen (No. 1109 vom 6. August 1753 im Archiv JKG.) und zuletzt Rabbiner in Pfersee. L. Löwenstein, Blätter für jüd. Geschichte und Literatur, I, Nr. 6, S. 41, ist demnach zu berichtigen. 57 135