Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 4 (1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 495)
- Language
- German
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Zur Geschichte der Juden in Pardubitz Von Jaro&lav Rokycana. Eine ausführliche Geschichte dieser alten Judengemeinde, deren Anfänge beinahe bis zur Gründung der Stadt reichen, schrieb Prof. Josef Sakaf in seinem Werke „Dejiny mesta Pardubice", im III. Band, Abt. 1: „Zivot näbozensky", Kap. VI: „Zidö".1 Eine erschöpfende Monographie des alten jüdischen Friedhofes in Pardubitz schrieb M. U. Dr. Josef Vainsteinim Auftrage des Obersten Rates der israelitischen Kultusgemeinden in Prag,2 doch konnte er dort als ältesten Grabstein nur einen solchen aus dem Jahre 1739 beschreiben. Vor dieser Zeit soll im nahen Bohdanec ein Friedhof gewesen sein. Das vorliegende „Verzeichnüß der Judenfamilien pro Anno 1739" wurde zufolge einer kaiserlichen Verordnung im gesamten Königreiche Böhmen in der Art einer „Juden-Volkszählung" aufgenommen und dürfte die oben erwähnte, recht ausführliche Geschichte der Pardubitzer Jndengemeinde ergänzen. Das Original dieses Verzeichnisses ist dem Archive der israelitischen Kultusgemeinde in Prag (Nr. 1017/1797) entlehnt worden. 1 Der älteste, von Prof. J. Sakaf aus alten Quellen nachgewiesene Jude in Pardubitz ist „zid Kapfi'k", welcher, nach dem ältesten Urbar der Herrschaft Pernätejn (I. c), im J. 1507 ein eigenes Grundstück in der heutigen ArnoStova ul. besaß. Im Jahre 1536 nennt Sakaf bereits eine große Judenkolonie. Das Werk „Dejiny mesta Pardubice n. L." erschien im Verlage der Stadtgemeinde Pardubitz. 2 Daselbst in Manuskript befindlich. 485