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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 225

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 225)
Language
German
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IRI
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gewählte oder durch das Los bestimmte Anleger auf die einzelnen Mitglieder verteilt.10** Letzteres unterblieb jedoch in Neuhaus, wo nur wenige jüdische Familien wohnten. Es wurde vielmehr in Tabor bei der Verteilung der Kreisainlage auf die Gemeinden, gleichzeitig auch die Anlage für die einzelnen in Neuhauis wohnenden Kontribuenten festgesetzt. Im Jahre 1724 beschwert sich der Neuhauser Judenricihter und Kreisanleger für de<n Bechyner Kreis, Michl Winternitz, in einer Eingabe an den Grafen, daß ihm bei der Täborer Kontributionsanlage .eine Steuer vom. 130 Gulden, um 56 Fr mehr als in den Vorjahren, auferlegt wurde, trotzdem er vor 4 Jahren durch „die nothorisehe Feuerbransitu um Hab und Gut gekommen und der Geschäftsgang ein sehr schlechter ist, da „die umfliegende und Benachbarte Juden den mehrstein Handel in Neuhauß führen". Er habe zwar die Ko.ntributioinsanlage mit seiner Unterschrift versehen, doch müsse er erklären, daß er zur Unterschrift gezwungen wurde, „anerwegem man mich zu Tabor bey der Anlage Untern Thor Verbotben nicht himauß zu laßen folgsamlb durch solchen Stadt Arrest Nolens Velens mich unterschreiben müssen". Er bat den Grafen um dessen Fürsprache, damit ihm die Steuer ermäßigt werde, was auch geschah. Über die Höhe der von der Neuhauser Judenschaft im Jahre 1801 entrichteten Staatssteuer gibt uns die folgende „Consignatioii najchsibehender Jüdischen Individuen, wie sich solche im Jahre 1801 (vor dem Brande) fattieret habe", Auskunft. Demnach hatte die so genannte Neuhauser Judenschaft in diesem Jahre an Vermögenssteuer 2726 Gulden, an Schutzsteuer 20 Fl und an Kriegssteuer 710 Fl, zusammen 3456 Fl fatiert. Davon Israel und Anna Löwy an Vermögenssteuer 895 Fl und an Kriegssteuer 220 Fl, zusammen 1115 Fl. Samuel Bebele am Vermögenssteuer 668 Fl und an Kriegssteuer 165 Fl, zusammen 833 FL Dazu kam noch die Kopfsteuer, die Häusersteuer und als indirekte Steuer die jüdische Verzehrungssteuer. 2. A b g a b e n a n die O b r i g k e i t. Über diesie Judenßteuer öind wir durch folgende Urkunde aus dem Jahre 1762 unterrichtet: 33 215

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