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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 219

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 219)
Language
German
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IRI
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Brannt weinikonsums anführt, daß „N ach Abschaffung der J e - sowiter und Studenten das Kirchen Gespiel in Neuhaus sehr verschmählert ist, dadurch viele Oonsumenten des Brandweines zurückbleiben ... folglich mir kein geringer Schaden zukommt".102 Elias Stern starb 1793 und bis zum Ablauf des dreijährigen Pachtvertrages war dessen Witwe Franzi Stern alleinige Pächterin. Bei der Wiederverpachtung am 1. August 1794 wurde dieselbe bis Ende September 1803, also auf neun Jahre, der Anna Bobele um den Pachtziins von 1820 Gulden für das Branntweinhaus samt Viehmästung zugeschlagen. In dem Pachtvertrag wird der Pächterin „der Betrieb alles Handels und Wandels, welchen die übrigen Neuhauser Juden führn" gestattet. Auch wird ihr mit Rücksicht auf das hohe Alter und die Hinfälligkeit ihres Mannes erlaubt, eines ihrer verheirateten Kinder „zur Besorgung des Pachtungsbetriebes" bei sich zu halten. In diesem Vertrag macht sich auch schon der Einfluß des Geistes der französischen Revolution geltend, da die Pächterin nicht mehr, wie dies früher bei allen jüdischen Pächtern der Fall war, als „Jüdin Anna Bobele", sondern immer als „Frau Pächerin" bezeichnet wird. Isaac Bobele starb Ende 1794 und dessen Witwe Anna heiratete 1796 den langjährigen Buchhalter ihres Mannes, Israel Löwy, dem sie 38.000 Gulden als Mitgift in die Ehe brachte. Im Jahre 1796 pachtete Anna Bobele-Löwy auch die Flußsiederei auf sechs Jahre und 1803 wurde der Pachtvertrag des Branntwein- und Flußhauses auf weitere drei Jahre erneuert. Von 1806 bis 1812 waren Anna Löwy und deren Sohn Low Bobele Pächter des Branntweinhauses samt Viehmästung um den Pachtzins von 2030 Fl Wiener Währung. Von 1812 bis 1818 zahlten Anna und Israel Löwy einen Pachtzins von 3500 Fl Wiener Währung und im Jahre 1819 wurde die Pachtung auf weitere sechs Jahre der verwitweten Anna Löwy um den Pachtzins von 5000 Fl zugeschlagen, obwohl fremde Juden 5600 Fl anboten. Doch starb sie schon vor Ablauf der Pachtzeit im Jahre 1824. Laut den im NeuhauseT Schloßarchiv aufbewahrten „Oonscribtionslisten" wohnten in Neuhaus im Jahre 1795 folgende Juden: 1) I s a a c Bob e 1 e, 71 Jahre alt (starb im selben Jahre) dessen Ehefrau Anna dessen Sohn Low Ezechiel Low Nikolauer, verheiratet, Schullehrer Israel Löwy, ledig, Buchhalter Rubinfeld, Bedienter Elias Epstein, ledig, Bedienter Jakob Hirsch, Bedienter Marcus Neubauer, Brandweinbrenner Josef Klein, Brandweinbrenner 27 209

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