Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 4 (1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 187)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2644300-2644307--1646-2645990- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Anmerkungen. 1 „Geschichte der Juden in Ungarisch-Brod... nach Archiven dargestellt." Wien 1905. 75 S. — Ein Auszug daraus, ergänzt durch Nachrichten aus „unbenutzten Quellen", ist die Bearbeitung: „Geschichte der Juden in Ungarisch-Brod" von Dr. Kaiman Nürnberger in dem Sammelwerk; „Die Juden und Judengemeinden Mährens in Vergangenheit und Gegenwart", hrg. von Hugo Gold, Brünn 1929, S. 549—559. — Die tschechisch geschriebene „Geschichte der Stadt U.-Brod" von Jan Kucera u. d. T. „Pameti kräl. mesta Uh. Brodu" (1903) enthält verschiedene Nachrichten über die Juden daselbst, kennt aber auch das hier benützte archivalische Material nicht. 2 Vgl. Christian d'Elvert, * Die Kaunitze, in „Taschenbuch f. d. Geschichte Mährens u. Schlesiens", hrg. v. Gregor Wolny, 2. Jg. (1827), S. 105—159; G. Wolny, Die Markgrafschaft Mähren, Bd. 4 (1838), S. 86 ff.; dsl., Kirchliche Topographie von Mähren, Olm. Diöz., Bd. 3, S. 297 ff.; J. Chytil, Das fürstl. Kaunitzische Centraiarchiv zu Jarmeritz in Mähren, in: Schriften der hist.-stat. Sektion, Heft 5 (1853), S. 29—38. 3 Landesarchiv, Abt. Kaunitzsches Archiv mit der Sign.: U. B(rod), B. 18. — Sie umfaßt 80 vollbeschriebene Folioblätter, die ihr ursprünglich beigefügten 97 Beilagen von Urkunden und Akten fehlen. Sie trägt die Aufschrift: „An das hochlöbliche königliche Ambt der Landeshaubtmanschafft im Marggraffthumb Mähren ex officio aufferlegter Beystand und Biett Matthaei Isidori Zablatsky von Tuleschitz, königl. Fiscal-Ambts Adjuncti und Landes Advocati anstatt der königl. Stadt Ungarisch Brod wider den Hoch und Wohlgebohrenen Herren Herren Dominicum Andream Graffen von Kaunicz als nunmehro Erben — umb die landtsfürstl. mächtigste Rettung wider die über 50 Jahre ausgestandene und noch wehrende Oppression der Bürgerschafft und christlichen Innwohner." Der von Zablatsky eigenhändig unterschriebene Akt hat keine Datierung, aber auf Blatt 1 am oberen Rand das Präsentatum vom 22. Oktober 1677 und auf dem Schlußblatt die Bemerkung: „Dieses dem Herrn Dominico Andreae Graffen von Kaunitz zuzustellen, damit Er sich darinnen ersehen und bei künfftiger Commission gefast erscheinen möge. — Decretum in Tribunali Regio Brunae, 28. Februarii 1679. I. W. Iwansky", dann ebenda unten: „N. 5 empfangen den 2. Martii 1679". — Kucera S. 308 ff. kennt nur die späteren Ausgleichs Verhandlungen vom J. 1686 über die nämlichen Punkte. * Es handelt sich: 1. um das ius regium, d. h. die Stadt wieder zu Händen des Königs einzuziehen; 2. und 9. um die Rückgabe des der Stadt durch die Kaunitze genommenen Brauurbars; 3. gänzliche Abschaffung der Juden; 4. Weinschank; 5. eine „geziemende Ergötzlichkeit" für eine der Stadt gebührende Summe von 743.207 fl.; 6. Kassierung von 32.000 fl.; 7. und 8. Rückgabe der beiden Güter Korytna und Hawrczicz; 10. Rückgabe wegg&nomm'einür Häuser und Grundstücke, die zum Teil auch an Juden gegeben wurden; 11. Wiederherstellung von Schloß, Stadtmauer, Stadttor und Wällen. 5 S. Beilage 1. 6 Grün sprach S. 3 die Vermutung aus, daß die erste Niederlassung um 1270 erfolgt sein dürfte, weil K. Premysl Otakar II. 1268 den Juden in Böhmen und Mähren Schutzbriefe verliehen habe. Die Urkunde vom 23. August d. J., auf die er sich wohl hiebei bezieht, besagt aber nur, daß der König jene Statuten und Privilegien bestätige, die er den Juden schon früher verliehen habe. Bestimmte Orte werden nicht genannt. 7 Es sind folgende: 1. 1272, Okt. 29. K. Premysl Otakar II. verleiht U. B. Leobschitzer Recht. — Cod. dipl. Moraviae. IV, 100, Nr. 68. 2. 1275, Juni 5. Dsl. befreit U. B. vom Zoll. — C. d. M. IV, 153, Nr. 109. 3. 1278, Jan. 10. Dsl. überläßt U. B. die Hinterlassenschaft des verurteilten Borsso v. Riesenburg. — C. d. M. V, 262, Nr. 51. 4. 1288, Mai 23. K. Wenzel H. befreit U. B. von Abgaben wegen erlittener Kriegsschäden. — C. d. M. IV, 352, Nr. 275. 5. 1338, März 25. Mkg. Karl schenkt den Dominikanern in U. B. eine Wiese. — C. d. M. VII, 143, Nr. 195. 6. 1342, Apr. 19. Dsl. erwähnt den Zins in U. B. — C. d. M. Vn, 295, Nr. 406. 176 70