Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 3 (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 447)
- Language
- German
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m) Einreichs-Rats-Prot. in pol. v. 1842 Folio 127 (Proß. St. A.). 122) Plum. Schloß Reg. lose Blätter. 123) Plum. Schloß Reg. Mat. 17 pol. Fas. 495. m) Plum. Schloß Reg. Mat. 136 pol. Fas. 22. 12B) Plum. Schloß Reg. Mat. 22 pol. Fas. 128. 126) Plum. Schloß Reg. Mat. 14 pol. Fas. 99. 127) Plum. Schloß Reg. Mat. 17 pol. Fas. 495. 128) Registratur: Juden von 1849. „Moses Mandl Untersuchung wegen aerarial Montour. Polit 33 83/43." (Proß. St. A.) 1849. 6. August: Teilt Olmützer Kreisgericht dem Magistrat in Proßnitz mit, daß durch „kriminalgerichtlichen Beschluß" erkannt wurde, „daß der gegen Moises und Moritz Mandel eingeleitetete prov. Verhaft fortzudauern habe". 6. August: „Von der zu Proßnitz anwesenden k. k. Kreis Commission. Die von dem k. k. Kreisamte durch den Hrn. Syndikus anher verfügte Untersuchung gegen den hiesigen Israeliten Moises Mandl aus Anlaß des von ihm im größeren Umfang betriebenen Geschäftes der Erzeugung von allerhand Monturs- und Rüstungs Sorten, und insbesondere die, in Folge dieser Untersuchung statt gehabte polititische Verhaftung des Mandel, hat, in der Voraussetzung eines sträflichen Einverständnisses zwischen Moises Mandel und den ungarischen Insurgenten, die ohne hin schon bestandene gereitzte Stimmung zwischen der christlichen und jüdischen Bevölkerung bei der ersteren noch mehr und in der Art erhöht, daß am 3. 1. Mts. Abends gelegentlich der Bestimmung des Verhaftsortes für Moises Mandel, tumultuarische Auftritte vorgefallen sind, bei welchen sich selbst auch einige National-Garten im verkehrten Sinne dieses Institutes, betheiliget haben. Der Gefertigte, welcher zur Überwachung des ruhigen Ganges der Untersuchung gegen Mandel, dann zur Aufrecherhaltung der Ruhe und Ordnung, während dieser Zeit vom k. k. Kreisamte nach Proßnitz entsendet wurde, hat die ihm nach Erforschung der Verhältnisse zur Erreichung des besagten Zweckes geeignet scheinende Verfügung und wie dem Herrn Bürgermeister bekannt ist, durch eindringliche Vorstellungen und Belehrung bei Gemeinde-Repräsentanten, der National-Garte, und den sämtlichen Zunftvorständen, bereits getroffen und in dieser Absicht verwendete sich der Unterzeichnete unter einem auch an das k. k. Militär Stations Kommando; um die Aufstellung von Patrullen, besonders zwischen 8/4 bis 10 Uhr und ihre Verwendung im Innern der Stadt und Judenstadt, so wie der Ausdehnung der Wirksamkeit auf alle Zusammenrottungen. Der Magistrat wird hie von verständiget und bei sonstiger strengster Verantwortung aufgefordert, darauf in allen geeigneten Wegen mit Energie anhaltend bedacht zu seyn, daß eine Stöhrung der öffentlichen Ruhe und Ordnung nicht eintrette; in welcher Absicht auch die PolizeyWachmannschaft mit geschärften Weisungen zu verwenden ist. übrigens wird dieser Erlaß dem k. k. Kreisamte zur Kenntnis gebracht und dem Magistrate schließlich ein einvernehmliches Wirken mit dem k. k. Militär- Stations-Commando anempfohlen. Proßnitz, am 6. August 1849. Chornitzer, k. k. Gub. Sekretär." 8. August: Werden die „Inhaftirten Israeliten Moses und Moritz Mandel vorgeruffen und denselben die kriminalgerichtliche Zuschrift v. 6. d. Mts. vorgelesen. Nach dieser Vorlesung werden Moses und Moritz Mandel wieder von dem Kerkermeister in Haft gebracht. Aufgenommen in der Proßnitzer Frohnfeste". 9. August: Zeigt Proßnitzer Magistrat dem Plumenauer Oberamte an, daß sich mehrere fremde Juden, besonders aus Kojetein, in der hiesigen Judenstadt aufhalten. Bittet um deren Einvernahme, da sie möglicherweise mit der Mandl- Angelegenheit in Zusammenhang stünden. 13. August: Anzeige des k. k. Franz Josef l.ten Hussaren Regiments. Die Schildwache, die vor dem versiegelten Niederlagsgewölbe Mandls (im Hause des Hrn. Weigel) stand, wurde „durch die Lehr- und Judenbuben der Art geneckt, daß sie Schreckschüsse abgeben mußte". 13. August: Meldet Proßnitzer Bürgermeister A. Klein an Olmützer Kreisamt, daß an diesem Tage in der Judenstadt ein Schuß gehört wurde. 14. August: Werden alle Zunftvorsteher vorgerufen, deren Lehrlinge und Gesellen sich an den Aufläufen beteiligen, und dringendst ermahnt auf ihre Gesellen zu 443