Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 3 (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 272)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2644300-2644305--1278-2645621- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Verleihung des Segens und Haskarah - Widmung: „Wir sind jetzt erschienen, um bekannt zu geben, daß die beiden Schwäger und Gesellschafter, die geehrten Daniel und Schemaja, zu Ehren Gottes, eine Torahrolle, Mäntelchen und silberne Schellenstöcke, gespendet. Die Vorsteher, Besten und Spitzen der Gemeinde haben freiwillig beschlossen, Gutes mit Gutem zu vergelten, zumal das Geschenk, welche^ einer spendet,-ihm Raum schafft, dem angesehenen Daniel, seiner Frau Jitl, Tochter des Zebi, dem angesehenen Schemaja, seiner Frau Kela, seinem Knaben Süßkind54), genannt Alexander, für Lebensdauer einen Segen und nach dem Ableben eine Haskarah zu widmen. Dahingegen verpflichten sich die genannten Gesellschafter, 20 Reichstaler zu erlegen, oder heilige Geräte55), heilige Gewänder im Betrage von 20 Reichstaler zu kaufen. So geschehen heute, Freitag, Issru Chag56) des Wochenfestes 429 (8. Siwan, 7. Juli 1669). Akiba, S. Samuel, sein Andenken zum Segen, aus dem Stamme Aschkenasi, amtiert derzeit hier in der heiligen Gemeinde Tobitschau". „Auf genannte 20 Reichstaler hat hrr Schemaja eine Gewürzbüchse im Werte von 10 Reichstalern als seinen Anteil gegeben, dabei ausdrücklich bemerkt, daß es den Vorstehern und Almosenkassieren verboten, diese Gewürzbüchse ohne sein Wissen zu verkaufen oder zu verpfänden. Geschehen Sonntag, Issru Chag des Wochenfestes 431 (17. Mai 1671), Akiba aus dem Stamme Aschkenasi.'4 „Auf oben genannte 20 Reichstaler, zu welchen sich die genannten Gesellschafter verpflichtet, hat Daniel 10 Reichstaler in barem Gelde erlegt, dafür wurden die bei dem Andersgläubigen Dupsky in Tobitschau verpfändeten heiligen Geräte (Torahschmuck), Schellenstöcke und ,B 1 e c h'18) (Silberschild) eingelöst. Zur Bestätigung unterzeichnen heute, Dienstag, Halbfeiertag Pesach 447 (18. Nissan, 1. April 1687): Schemaja, S. des Märtyrers Schlomoh, Juda Löb, S. des Gaon, Oberrabbiner Kaleb Feiwel57), sein Andenken zum Segen, Mordechai, S. Juspa (Almosenkassiere). Juda Löb ha-Kohen, Diener und Begl&u-bter." Zum Schlüsse will ich noch die Namen der Rabbiner, welche in Tobitschau gewirkt, chronologisch geordnet, aus dem Pinax anführen und aus dem Chevrabuche und Totenprotokolle ergänzen. Schimeon, genannt Wolf, S. Mose ha-Levi Lips c h i t z, war bis 1662 Rabbiner in Tobitschau, die Zeit seines Amtsantrittes nicht festzustellen. Kaleb Feiwel58), S. des Armeelieferanten Dan Jakob Boskowitz, war vor seiner Proßnitzer Wirksamkeit, nach 1661, Rabbiner in T. JudaLöb, S. A h r o n, von 1681—1684 Rabbiner in Kojetein und Tobitschau. 267