Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1931-01-01 · 3 (1931) · page 245

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
3 (1931)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 245)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2644300-2644305--1251-2645594
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Dagegen wendet Kaiman ein, für die Jahre 5437 und 5438 wäre er nichts schuldig, für das Jahr 5439 hätte er die Miete gleichzeitig mit den anderen Marktleuten bezahlt. Im Jahr« 5440 hätte er große Auslagen gehabt, im Jahre 5441 wäre man überhaupt nicht am Tandelmarkt gewesen und 5442 hätte er die Stelle überhaupt nicht benützt. Es wird erkannt: Kaiman soll beweisen, daß er große Auslagen gehabt habe; Simon hingegen soll beweisen, daß im Jahre 5441 die anderen Juden vom Tandelmarkt Miete bezahlt haben, dann wird das Urteil gefällt werden. 70 Sonntag, den 1. Nissan 544o. Eisek Teplitz klagt den Samuel Porges auf Bezahlung einer Vermittlungsgebühr für Waren. Samuel entgegnet, er hätte schon 10 Gulden Vermittlungsgebühr bezahlt an: Leiser, Meschores, Eli Messerl, Berl Kölner, Aron Meisterl, Moische Falkens, Felkele Kohn und Hirsch Malech. Wenn Eisek auch anwesend gewesen wäre, hätte er auch seinen Anteil bekommen. Eisek protestiert gegen dieses Vorgehen und wendet ein, daß Samuel nicht berechtigt gewesen wäre, seinen Teil andern zu geben. Er hält diese Behauptung nur für eine Ausrede, um ihn um seine Vermittlungsgebühr zu bringen. Samuel wird aufgefordert, kommenden Mittwoch mit Berl, Aaron und Moische vor Gericht zu erscheinen. 71 Abraham Pinchas Schames bittet das Gericht, dem Berach Ilem aufzuerlegen, daß er die 40 roten Tücher, die er ihm geliefert hat, bezahle. Berach bestreitet die Forderung und behauptet, er hätte nichts bekommen. Es wird dem Abraham eine Zeit bestimmt, seine Forderung zu beweisen. 72 Kejle, die Frau des Leib W7ien, verlangt von Naftali Benjamin Karpeles die Bezahlung einer Schuldurkunde, ausgestellt am 19. Cheschwan 5442 und von David Soifer und Kopel Schames unterschrieben, in der Höhe von 25 Gulden. Naftali erklärt sich bereit, innerhalb von zwei Wochen zu bezahlen. Es wird ihm der erste Rozkaz (Zahlungsauftrag) gegeben und er wird aufgefordert, innerhalb von 14 Tagen zu bezahlen. 240

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.