Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 3 (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 234)
- Language
- German
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34 Donnerstag, den 9. Tewes 5443. Sandricky klagt den Aron Weinberg auf Ausfolgung zweier Sättel, die er bei ihm gelassen hat. Aron behauptet, daß er einen Sattel mit dem Pferde gekauft habe, den zweiten Sattel will er zurückgeben. Es wird erkannt, daß Aron den einen Sattel sofort ausfolgen soll. Wegen des zweiten Sattels wurde bestimmt, daß Aron in 14 Tagen schwören soll, daß er ihn mit dem Pferde gekauft habe. 35 Sonntag, den 12. Tewes 5443. Es wurde erkannt, daß Frau Hauptmann vom Spital bei der Brücke dem Meier Bunzlau innerhalb 14 Tagen die rückständigen 12 Gulden bezahlen soll. 36 Es erscheint Israel Hersch, Wagenmacher, und erklärt, daß er dem Salmen 18 Gulden schuldig ist und daß die am 2. Ijar 5442 von ihm ausgestellte Schuldurkunde, die er und die Zeugen David und Kozel Schames unterschrieben haben, richtig ist. Israel verpflichtet sich, von heute an alle drei Wochen 6 Gulden als Teilzahlung zu leisten. Sollte er den gegebenen Termin nicht einhalten, so verpflichtet er sich, den Schuldrest über Aufforderung auf einmal zu bezahlen. 37 Montag, den 13. Tewes 5443. Es erscheinen Moische Kafka und Hirsch Tuschkau. Moische ersucht das Gericht, über seinen Schuldschein ein Urteil zu fällen. Hirsch entgegnet, das Gericht hätte schon Sonntag, den 24. Elul v. J., diese Klage der Gemeinde (Kahal) abgetreten und die Gemeinde hätte schon in dieser Sache ein Urteil gefällt. Es wird beschlossen: daß die Angelegenheit in die Kompetenz der Gemeinde gehört. 38 Sonntag, den 19. Tewes 5443. Israel Maler hat den tit. Herrn Ibrasi auf Verlangen von Wolf Reudnitz ein Zimmer gemalt und sollte von Wolf 10 Gulden bekommen. Wolf zahlte einen Gulden und blieb neun schuldig. 229