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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1931-01-01 · 3 (1931) · page 219

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
3 (1931)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 219)
Language
German
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IRI
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einer ihm von diesen Juden kommenden Schuld von 600 Schock Meiß. ungefähr, wie die Abrechnung es ergeben wird. Am selben Tage und in derselben Weise machte Paul Pirchan seinen Rechtsanspruch auf dieselben jüdischen Häute geltend wegen einer Schuld von 8 Fr. 51 Kr. Ferner machten am selben Tage ihre Rechtsansprüche geltend: die Neuhauser Bürger Abraham Parleb auf das gesamte Vermögen der Juden Markus und Lazar wegen einer Schuld von 175 Fr. und einer Restschuld der Frau des letzteren von 6 Fr.; Johann Lang auf das Vermögen des Juden Markus wegen einer Schuld von 70 Fr.; Thomas Braumüller auf das Vermögen des Juden Markus wegen einer Schuld von 300 Schock Meiß.; Joachim Cech. auf das Vermögen des Juden Markus wegen einer Schuld (Summe fehlt); Lorenz Edler auf das Vermögen des Juden Markus wegen einer Schuld von 8 Schock Meiß. „Im selben Jahre am Dienstag nach >St. Simonis und Juda machte Tobias Kelement seinen Rechtsanspruch auf das gesamte Vermögen des Juden Markus durch einen aus Krems abgesandten Brief wegen einer Schuld von 479 Fr. 15 Kr. geltend." Am selben Tage machte Hexr Stephan Adam von Bulvan seinen Rechtsanspruch auf das Vermögen desselben Juden wegen einer Schuld von 200 Schock Meiß. geltend. Kniha prrpovedi 1576—1617, Fol. 579, im Arch. d. städt. Mus. 2Ö) Vergleiche das obenerwähnte Privilegium Heinrichs v. Neuhaus vom Jahre 1389. 2e) Teply I, 2, S. 407. 27) Teply I, 2, S. 97, 414. 28) I. St. Claudius, Geschichte der Stadt Neuhaus, 1850, S. 10. 29) Ibid. S. 106, 109 f. 30) Diese Eintragungen lauten in deutscher Übersetzung: Am Samstag nach Fronleichnam im Jahre 1610 stellte der Jude Lazar dem Toman Bednar beim ßtadtrichter eine 14tägige Frist zur (Bezahlung der ihm auf ein Pfand geliehenen 5 Schock; dem Adam Sladovmk eine gleiche Frist zur Bezahlung der ihm auf ein Pfand geliehenen 8 Schock, dasselbe geschah dem Kadlec, der dem Lazar auf ein Pfand IY2 Schock schuldete. (Registra pametne, Fol. 3(1, 69, im Arch. d. etädt. Mus.) Im selben Jahre erlegte der Jude Aron beim Stadtrichter einen von dem aus Pisek stammenden Neuhauser Stadtschreiber Sviha für ein Darlehen von 7 Schock bei ihm verpfändeten Perlenschmuck (smuk perlovy) zur Eintreibung der Schuld .samt 1 Schock 20 Groschen aufgelaufenen Zinsen, da Sviha im Begriffe war, nach seiner Geburtsstadt Pisek zu übersiedeln. Der Gerber Blazeje schuldete dem Juden Markus einen Betrag, doch scheint es sich hier um eine Schuld für dem Gerber gelieferte Rohhäute zu handeln. (Registra pametne, Fol. 51. Kopiäl dopisüv 1615—1618, Fol. 20, im Arch. d. städt. Mus.) 31) Vgl. die Eintragung in das Buch der Rechtsansprüche oben, Anmerkung 24. 32) Brief des Neuhauser Stadtrates an Herrn v. Hodejov aus Milevsko im Kopiäl dopisüv 1615—1618, Fol. 20 (Arch. d. städt. Mus.), worin es heißt: „Procez nejlepe by bylo, aby Lazar 2id zidovskych podvodü a praktik na stranie zanechal a löim W. M. povinnen jest nälezite' spokojil." 33) Kniha pnpovedf im Arch. d. städt. Mus. Melichar Hoffmann war der Neuhauser Krösus, dessen Großhandel und Geldgeschäfte einen bedeutenden Umfang hatten. 34) Manual radni 1604—1614, Fol. 180, im Arch. d. städt. Mus. 3Ö) Ibid. Fol. 73: „... Kdyz napomenuti byli, aby v svem prodaji proti sevcüm nurnost pozlvali, Sitiznost velikou uöinili do Zidüv, ze jrai na vsechny strany v koupi velikou prekäzku cini." 36) Regi&fcra pam. 1616—1618, Fol. 81 f., im Arch. d. städt. Mus,: „ ... aby Lazar Zid zadne jin6 fcidy nepfechovävaL s nimi partik a handlü zädnych proti obci nemel pozor dali." Vgl. auch Jan Orth, Nästin hiistoricko-kulturniho obrazu Jindrichova Hradce, I, ß. 80. 37) Kopiäl dopisüv 1615—1618 im Arch. d. städt. Mus. Brief des Neuhauser Stadtrates an Wilhelm Slawata: „... Jakoz jest Hirchel £id pfed nökolikym lethem toho se smel dopustiti bez vüle purkmistra a rady sklad sobie zde uöiniti, 214

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