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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1930-01-01 · 2 (1930) · page 448

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
2 (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 448)
Language
German
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433 Anmerkungen. x) Es liegt im Brünner Landesarchiv in den Beständen des dort deponierten Schloß- und Herrschaftsarchives von Pirnitz. 2) Vgl. das Sammelwerk: „Die Juden und Judengemeinden Mährens in Vergangenheit und Gegenwart", hrg. von Hugo Gold, Brünn 1929, S. 4.10.142.244; auch Christian d'E 1 v e r t, Geschichte von Iglau (1850), S. 53, auf den wohl alle zurückgehen und sich berufen, ohne selber die Frage geprüft zu haben. 3) Nach dem sogen. „Lahnenregister" im Mährischen Kataster im Mähr. Landesarchiv, Fol. 6 ff. 4) Vgl. M. Freudenthal, Leipziger Messgäste. Die jüdischen Besucher der Leipziger Messen in den Jahren 1675—1784 (1928), S. 173. — Die anderen hier angeführten Pirnitzer Juden sind: Samuel Aron 1726 mit Diener Moses Aron. — Lewin Bauer 1724—26. — Hirschel Levin Bauer 1725—26, 28—29, 32, 36—38, 40, mit Diener Loebel Perez 25 und Diener Hirschel David 26. — Jankow Pollizer 1739—40, von dem noch ausführlich zu reden sein wird. 5) Im Pirnitzer Archiv Fasz. V, 16. ö) In der Beilage I und II werden die beiden wichtigsten Verzeichnisse von 1746 und 1781 bis auf einige belanglose Kürzungen übersichtlich abgedruckt. 7) Der Eid des Pirnitzer Judenrichters, wie er sich gerade aus dieser Zeit in einem „Juramentenbuch" der Herrschaft Pirnitz erhalten hat, folgt in Beilage III, weil er trotz allem Formelhaften auf die Funktionen hinweist. 8) Vgl. F. I. Schwoy, Topographie von Mähren III (1794), S. 516. — In den Akten findet sich keine auf diesen verheerenden Brand bezügliche direkte Nachricht. Nur aus einem übrigens unvollständig erhaltenen Bittgesuche der Pirnitzer Judengemeinde um Ermäßigung ihrer Kontribution, vom 9. November 1767 (Fasz. IV. i. 6), das abschlägig beschieden wurde, heißt es u. a., daß die Berufung auf den durch den Brand erlittenen Schaden nicht stichhältig sei, weil seither schon eine längere Zeit verstrichen ist. 9) Vgl. „Die Juden und Judengemeinden", S. 237 „Holleschau41, das damals mit 2300 Gulden besteuert wurde. — Vielleicht gibt es darüber noch Aufzeichnungen in manchen Gemeinden, die für die Beurteilung der Größe und des Reichtums der einzelnen Gemeinden und ihres Verhältnisses zu einander wichtig wären. 10) Vgl. Beilage IV. — Es entbehrt nicht eines bescheidenen historischen Interesses als Beitrag zu Friedrich Wilhelms I. bekannter Soldatenspielerei, daß in Pirnitz schon im Jahre 1735 der Jude Herschel Moyses Kmotrziczek in Haft genommen wurde, weil er sich an der „frembden Anwerbung der großen Leuthe" beteiligte, die in ganz Österreich durch die Patente von 1721 und vom 3. April 1732 verboten war. Er verteidigte sich damit, daß diese Patente in Pirnitz niemals „intimiert und explizirt" worden seien (Fasz. V, 3). 28

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